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Moderatoren: Legende FCM, Normen73

 
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haudica
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

20.05.2020, 15:21

„Geht's raus und spielt's Fußball.“


 
Normen73
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

20.05.2020, 15:45

haudica hat geschrieben:
„Geht's raus und spielt's Fußball.“

Bleibt zu Hause und gesund.


 
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Magdeburg56
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

20.05.2020, 16:55

haudica hat geschrieben:
„Geht's raus und spielt's Fußball.“

:mrgreen:  ;!


 
alexander
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

20.05.2020, 19:17

Magdeburg56 hat geschrieben:
haudica hat geschrieben:
„Geht's raus und spielt's Fußball.“

:mrgreen:  ;!

Hat sich auch die Schalker Jugend gedacht, super Vorbildfunktion  :clap:
Quelle


Aufstieg ist das Ziel, das müssen wir allen in der Liga klar machen!
Ich stehe gerade kurz vor der Verpflichtung einer Idee....
 
mdkirsche75
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

21.05.2020, 20:14

Also nächste Woche soll es weitergehen!
Chancengleichheit usw. bleibt laut SCHWEINE DFB außenvor! Sollten die Abruchbeführworter ( 8) das Vorhaben des DFB boykottieren und unser Club absteigen, kauf ich mir für Liga 4 eine Dauerkarte obwohl ich aus zeitlichen Gründen nicht jedes Spiel mitnehmen kann! Der Club sollte dann auch auf den DFB Pokal nächste Saison verzichten, obwohl er das Geld bräuchte.


 
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Plattfuß
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

21.05.2020, 23:08

Ja, so ist das wenn man bisher immer vorm DFB gekuscht hat, wenn es drauf ankam. Da ist man keinen Widerstand gewohnt.

Für mich hat auch die Seite der Abbruchbefürworter ein "Geschmäckle":

Waldhof Mannheim (2.): möchte aufsteigen
Chemnitzer FC (13.): Angst vor Abstieg, Klassenerhalt sichern
1. FC Magdeburg (15.): Angst vor Abstieg, Klassenerhalt sichern
Hallesche FC (16.): Angst vor Abstieg, Klassenerhalt sichern
FSV Zwickau (17.): ? vielleicht hofft man auf Abbruch ohne Absteiger
Preußen Münster (18.): ? vielleicht hofft man auf Abbruch ohne Absteiger, 6 Punkte sind ein Brett
SG Sonnenhof Großaspach (19.): weg vom Fenster, Ressourcen sparen
Carl Zeiss Jena (20.): weg vom Fenster, Ressourcen sparen

Etwas auffällig ist das schon (zum großen Teil).

Wenn man seitens des FCM und des HFC gewollt hätte, hätte sich sicher ein Weg gefunden, da Politiker ja auch immer auf ihre Beliebtheit achten. Ich glaube nicht, dass man gegen den Willen der Vereine als Bremsklotz agiert hätte.

Magdeburg ist seit Tagen coronafrei und war mit seinen insgesamt 106 Infizierten (Dunkelziffer sicher höher) auch nie wirklich ein Hotspot. Seit einer Weile wird fleißig gelockert und da hätte sich sicher auch ein Weg für die beiden Profivereine im Land für einen professionellen Trainingsbetrieb unter Hygienevorgaben gefunden.

Ich meine, wer mal mit offenen Augen durch die Stadt geht, kriegt mit, dass im Privaten oft eh schon auf die Regeln gepfiffen wird. Es wird fleißig im größeren Umfang gefeiert usw. Das Leben erwacht wieder.

Keine Ahnung, warum da kein Trainingsbetrieb in vollem Umfang unter Beachtung der Vorgaben möglich sein soll. Wenn ich mir zum Beispiel die Handwerksbetriebe und andere Unternehmen ansehe, ist es ja nicht so, dass unsere Profis nun Neuland betreten würden. Sie würden wie andere Branchen ganz normal wieder in den Geschäftsbetrieb einsteigen.

Ich bin bei weitem kein Freund des DFB, glaube aber, dass es auf BEIDEN Seiten mittlerweile nur noch ums Prinzip geht. Und Haseloff bleibt nun sicher auch stur, damit er sein Gesicht nicht verliert, wenn er einknickt.


 
ignite
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

22.05.2020, 08:45

Man sollte auch nicht vergessen das außer den Mannschaften aus MP, SA und Thüringen alle anderen Vereine aus Bundesländern mit Bundesligisten stammen. Die hatten quasi eh keine Wahl.


"Im Netz engagiert man sich gegen etwas, nicht dafür, weil das Dagegensein im Netz viel leichter ist, als sich positiv für etwas einzusetzen...." Sascha Lobo
 
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

22.05.2020, 09:25

ignite hat geschrieben:
Man sollte auch nicht vergessen das außer den Mannschaften aus MP, SA und Thüringen alle anderen Vereine aus Bundesländern mit Bundesligisten stammen. Die hatten quasi eh keine Wahl.

Aber dem Coronavirus ist es doch egal ob in dem jeweiligen Bundesland ein Bundesligist spielt! Da müsste ja bei uns die EM gespielt werden können bei den geringen Infektionszahlen  :mrgreen: ( war ein Gag )


 
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Plattfuß
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

22.05.2020, 09:47

ignite hat geschrieben:
Man sollte auch nicht vergessen das außer den Mannschaften aus MP, SA und Thüringen alle anderen Vereine aus Bundesländern mit Bundesligisten stammen. Die hatten quasi eh keine Wahl.

Ja, nur warum sollen wir hier nicht hinbekommen, was andere auch hinbekommen? Zumindest ein professionelles Mannschaftstraining sollte doch wohl zu realisieren sein, auch wenn die Suche nach einem Hygienebeauftragten auch wieder einem Eiertanz glich und die "Sponsorenlösung" nunja... Andere Baustelle...

Wir spielen im Profifußball (Geschäft!) und sind kein Verbandsligist. Natürlich sind Geisterspiele kacke, aber im Profigeschäft geht es eben auch ums liebe Geld. Da können wir mitspielen oder entspannt in der RL chillen.

Der Erpresserton des DFB ist natürlich inakzeptabel und alles ist irgendwie dumm gelaufen. Nun sind die Fronten festgefahren, was nicht ideal ist.

"Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen und geringen Infektionszahlen können wir unseren beiden Drittligisten im Land nun früher ein professionelles Mannschaftstraining unter Beachtung der Schutzmaßnahmen erlauben.", hätte es seitens der Landesregierung sinnvollerweise heißen können. Bei dem gegenseitigen Vollgekeife ist das natürlich nicht zu erwarten.

Mein Gott, überall beginnt das Leben wieder. Die Kids belagern die Bolzplätze. Aber ein professioneller Trainingsbetrieb mit ca. 30 Mann mit Schutzmaßnahmen soll nicht möglich sein? Wem will man das bei unter 40 aktiven Fällen im Land verkaufen?

Ich denke, wir sind die Größten der Welt? In dieser Situation kommt mir das aber eher wir eine Provinzposse vor.

Bauch rein, Brust raus, die Saison zu Ende bringen, sportlich die Klasse sichern. Bei der aktuellen Position sind mir die Motive zu offensichtlich.

Und mal ehrlich, würden wir zu der Gruppe ab Platz 10 aufwärts gehören, würde hier auch keiner von Abbruch sprechen. Dann wären wir hier seit 2 Wochen im Training und heiß, um nach den Sternen zu greifen. Dann würden wir die englischen Wochen mit einer gewissen Rotation rocken.

Natürlich ist das Motiv dieser Gruppe ebenso offensichtlich.


 
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

22.05.2020, 10:25

Plattfuß hat geschrieben:
ignite hat geschrieben:
Man sollte auch nicht vergessen das außer den Mannschaften aus MP, SA und Thüringen alle anderen Vereine aus Bundesländern mit Bundesligisten stammen. Die hatten quasi eh keine Wahl.

Ja, nur warum sollen wir hier nicht hinbekommen, was andere auch hinbekommen? Zumindest ein professionelles Mannschaftstraining sollte doch wohl zu realisieren sein, auch wenn die Suche nach einem Hygienebeauftragten auch wieder einem Eiertanz glich und die "Sponsorenlösung" nunja... Andere Baustelle...

Wir spielen im Profifußball (Geschäft!) und sind kein Verbandsligist. Natürlich sind Geisterspiele kacke, aber im Profigeschäft geht es eben auch ums liebe Geld. Da können wir mitspielen oder entspannt in der RL chillen.

Der Erpresserton des DFB ist natürlich inakzeptabel und alles ist irgendwie dumm gelaufen. Nun sind die Fronten festgefahren, was nicht ideal ist.

"Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen und geringen Infektionszahlen können wir unseren beiden Drittligisten im Land nun früher ein professionelles Mannschaftstraining unter Beachtung der Schutzmaßnahmen erlauben.", hätte es seitens der Landesregierung sinnvollerweise heißen können. Bei dem gegenseitigen Vollgekeife ist das natürlich nicht zu erwarten.

Mein Gott, überall beginnt das Leben wieder. Die Kids belagern die Bolzplätze. Aber ein professioneller Trainingsbetrieb mit ca. 30 Mann mit Schutzmaßnahmen soll nicht möglich sein? Wem will man das bei unter 40 aktiven Fällen im Land verkaufen?

Ich denke, wir sind die Größten der Welt? In dieser Situation kommt mir das aber eher wir eine Provinzposse vor.

Bauch rein, Brust raus, die Saison zu Ende bringen, sportlich die Klasse sichern. Bei der aktuellen Position sind mir die Motive zu offensichtlich.

Und mal ehrlich, würden wir zu der Gruppe ab Platz 10 aufwärts gehören, würde hier auch keiner von Abbruch sprechen. Dann wären wir hier seit 2 Wochen im Training und heiß, um nach den Sternen zu greifen.

Natürlich ist das Motiv dieser Gruppe ebenso offensichtlich.


D.h. dem „Geschäft“ hat die Politik alles unter zu ordnen?

Ich verstehe schon, was Du sagen willst, aber ist das auch richtig?

Fakt ist:
- keine Wettbewerbsgleichheit: macht es Sinn, als Sparringspartner gegen eine Mannschaft anzutreten, die seit 4 Wo im Mannschaftstraining ist, weil sie es bereits nach der jeweiligen Verfügungslage DURFTE und wir nicht?

- die vom DFB versprochene Vorbereitung im Mannschaftstraining kann NICHT mehr gewährleistet werden. Wer sorgt sich um die Verletzungsrisiken der Spieler?

Mit dem wirtschaftlichen und moralischen Aspekt möchte ich nicht erst anfangen.

Das der DFB seine wirtschaftlichen Interessen sichern will, werfe ich ihm nicht mal vor.
Was für mich überhaupt nicht geht ist die Art und Weise, nämlich das nun die strenge Umsetzung der eigenen Regularien -vom Hygienekonzept bis zum Ethikkodex- über Bord geworfen werden, um mit aller Macht den Spielbetrieb durchzusetzen.

Die Risiken werden abgewälzt, sieh doch zu, wo Du spielen kannst. Aber natürlich helfen wir bei der Stadionsuche. Oh, hat nicht geklappt? Tut uns leid, ist aber natürlich deine Veranstaltung, wir wollten nur helfen. Lösen musst Du das Problem, lieber Verein.

Gleiches gilt für das Hygienekonzept, die wirtschaftliche Situation der Vereine, das Betteln bei der Politik um Sondergenehmigungen und was weiß ich nicht noch alles?

Der DFB ist Ausrichter der Liga, er hat die Voraussetzungen für den Spielbetrieb zu schaffen, zumindest für die Punkte, die die Vereine nicht zu verantworten haben bzw. alle Vereine betreffen.
Das interessiert im Frankfurt aber offensichtlich niemanden.


Wer ein HFC Trikot trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
 
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Plattfuß
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

22.05.2020, 12:07

Marco_Block10 hat geschrieben:
D.h. dem „Geschäft“ hat die Politik alles unter zu ordnen?

Ich verstehe schon, was Du sagen willst, aber ist das auch richtig?

Fakt ist:
- keine Wettbewerbsgleichheit: macht es Sinn, als Sparringspartner gegen eine Mannschaft anzutreten, die seit 4 Wo im Mannschaftstraining ist, weil sie es bereits nach der jeweiligen Verfügungslage DURFTE und wir nicht?

- die vom DFB versprochene Vorbereitung im Mannschaftstraining kann NICHT mehr gewährleistet werden. Wer sorgt sich um die Verletzungsrisiken der Spieler?

Mit dem wirtschaftlichen und moralischen Aspekt möchte ich nicht erst anfangen.

Das der DFB seine wirtschaftlichen Interessen sichern will, werfe ich ihm nicht mal vor.
Was für mich überhaupt nicht geht ist die Art und Weise, nämlich das nun die strenge Umsetzung der eigenen Regularien -vom Hygienekonzept bis zum Ethikkodex- über Bord geworfen werden, um mit aller Macht den Spielbetrieb durchzusetzen.

Die Risiken werden abgewälzt, sieh doch zu, wo Du spielen kannst. Aber natürlich helfen wir bei der Stadionsuche. Oh, hat nicht geklappt? Tut uns leid, ist aber natürlich deine Veranstaltung, wir wollten nur helfen. Lösen musst Du das Problem, lieber Verein.

Gleiches gilt für das Hygienekonzept, die wirtschaftliche Situation der Vereine, das Betteln bei der Politik um Sondergenehmigungen und was weiß ich nicht noch alles?

Der DFB ist Ausrichter der Liga, er hat die Voraussetzungen für den Spielbetrieb zu schaffen, zumindest für die Punkte, die die Vereine nicht zu verantworten haben bzw. alle Vereine betreffen.
Das interessiert im Frankfurt aber offensichtlich niemanden.

Ich verstehe auch, was du sagen willst, ABER... ;)

1. Natürlich nicht. Allerdings müssen sich einige Landesfürsten auch nicht künstlich profilieren. Hier in Sachsen-Anhalt sind wir nun wirklich nur wenig betroffen. Da hätte man schon vor einer Weile grünes Licht für einen ordentlichen Trainingsbetrieb geben können. Warum hat man das nicht getan? Darüber kann man spekulieren. Wenn ich mir die sportliche Lage des FCM und HFC so ansehe, ist die Wagenburghaltung verständlich.

2. Ja, Wettbewerbsgleichheit ist nun nicht mehr gegeben. Absolut richtig. Ich sehe die Schuld ab er nicht einseitig beim DFB. Kann man den Abbruch nicht befürworten und trotzdem trainieren? Ich bin mir sicher, man hätte schon vor mindestens einer Woche (oder noch früher) grünes Licht bekommen, wenn man gewollt hätte. Dann hätte man gut zwei Wochen "normal" trainieren und auch mal das ein oder andere Trainingsspiel absolvieren können. Der DFB hat immer gesagt, dass man die Saison zu Ende bringen will. Man hätte trotz Ablehnung gewappnet sein können. Nun hat man sich total verzockt.

3. Der DFB ist ein Wirtschaftsbetrieb und kein Wohlfartsverein zur Volksbelustigung. Der ADAC e. V. ist auch alles andere als ein Verein. Zudem werden Einnahmen auch zur Finanzierung anderer Projekte gebraucht. Und jetzt bitte nicht anfangen, dass sich die Bonzen alles in die eigene Tasche stecken. Keine Ahnung warum man heutzutage noch Ethik und Moral auf den Profisport projezieren möchte, es ist eine Unterhaltungsindustrie. Da geht es um vorangig wirtschaftliche Interessen. Man kann sich da weiter was vormachen oder der Realität mal ins Auge sehen. Auch wir betreiben hier eine GmbH.

4. Das mit dem Ausweichstadion betrifft aktuell "nur" Jena, soweit ich weiß. Es geht im Prinzip "nur" um das eine Geisterspiel gegen Chemnitz. Ich denke diesbezüglich würde sich im Notfall eine Lösung finden lassen, eventuell auch durch ein Verschieben ganz ans Ende der Saison. Und gibt es eine logische Erklärung dafür, warum man in Thüringen erst wieder ab dem 5. Juni ins Stadion darf, während man 100km weiter schon letztes Wochenende Bundesliga gekickt hat. Wäre da nicht auch eine Stadionnutzung eine Woche früher möglich? Sicher müssten sich die Politiker auch etwas bewegen, was die Landesfürsten aber nur ungern tun, um nicht schwach dazustehen. Und ich verstehe auch CZ Jena. Man ist sicher abgestiegen und möchte nur ungern Geld für Geisterfreundschaftsspiele ausgeben.

Ich habe den Eindruck, dass die Politiker auch nur die Interessen der Vereine und damit vieler Wähler vertreten. Man hätte sich an einen Tisch setzen können (DFB, Politiker, Vereine) und sagen: Okay, wenn ihr weitermachen wollt, geben wir euch allen grünes Licht und ihr könnt unter Auflagen in den Trainingsbetrieb einsteigen, habt so viel Vorbereitungszeit und am Tag X starten wir. Am Ende kocht aber jeder sein eigenes Bier, jedes Bundesland macht sein eigenes Ding (was ihr Recht ist) und jeder Verein vertritt seine eigenen Interessen.

5. Gerade wir als FCM mit dem Sparfuchs an der Spitze sollten es hinbekommen, ein Hygienekonzept umzusetzen. Viele kleinere Vereine bekommen es trotz berechtigter Kritik auch hin. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Gerade wir sollten in der Lage sein, da voranzugehen.

6. Sollte man nicht alles auf den DFB abschieben. Wir nehmen freiwillig am Spielbetrieb des DFB teil, niemand zwingt uns. Dazu gehören neben Rechten eben auch manchmal Pflichten.

---

Ich verstehe die Kritik am DFB. Alles auf den DFB zu schieben, ist mir aber zu plump und einfach. Beide Seiten bekleckern sich aktuell nicht mit Ruhm. Ich will den DFB nicht verteidigen, man sollte aber mal etwas über die Opferrolle hinaus denken. Die Medaille hat auch hier zwei Seiten.

Hier noch etwas Lektüre:
https://www.mz-web.de/sport/fussball/da ... a-36731062


 
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

22.05.2020, 12:31

@ Plattfuß zu 100%  ;!


 
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

22.05.2020, 12:38

Plattfuß hat geschrieben:
Marco_Block10 hat geschrieben:
D.h. dem „Geschäft“ hat die Politik alles unter zu ordnen?

Ich verstehe schon, was Du sagen willst, aber ist das auch richtig?

Fakt ist:
- keine Wettbewerbsgleichheit: macht es Sinn, als Sparringspartner gegen eine Mannschaft anzutreten, die seit 4 Wo im Mannschaftstraining ist, weil sie es bereits nach der jeweiligen Verfügungslage DURFTE und wir nicht?

- die vom DFB versprochene Vorbereitung im Mannschaftstraining kann NICHT mehr gewährleistet werden. Wer sorgt sich um die Verletzungsrisiken der Spieler?

Mit dem wirtschaftlichen und moralischen Aspekt möchte ich nicht erst anfangen.

Das der DFB seine wirtschaftlichen Interessen sichern will, werfe ich ihm nicht mal vor.
Was für mich überhaupt nicht geht ist die Art und Weise, nämlich das nun die strenge Umsetzung der eigenen Regularien -vom Hygienekonzept bis zum Ethikkodex- über Bord geworfen werden, um mit aller Macht den Spielbetrieb durchzusetzen.

Die Risiken werden abgewälzt, sieh doch zu, wo Du spielen kannst. Aber natürlich helfen wir bei der Stadionsuche. Oh, hat nicht geklappt? Tut uns leid, ist aber natürlich deine Veranstaltung, wir wollten nur helfen. Lösen musst Du das Problem, lieber Verein.

Gleiches gilt für das Hygienekonzept, die wirtschaftliche Situation der Vereine, das Betteln bei der Politik um Sondergenehmigungen und was weiß ich nicht noch alles?

Der DFB ist Ausrichter der Liga, er hat die Voraussetzungen für den Spielbetrieb zu schaffen, zumindest für die Punkte, die die Vereine nicht zu verantworten haben bzw. alle Vereine betreffen.
Das interessiert im Frankfurt aber offensichtlich niemanden.

Ich verstehe auch, was du sagen willst, ABER... ;)

1. Natürlich nicht. Allerdings müssen sich einige Landesfürsten auch nicht künstlich profilieren. Hier in Sachsen-Anhalt sind wir nun wirklich nur wenig betroffen. Da hätte man schon vor einer Weile grünes Licht für einen ordentlichen Trainingsbetrieb geben können. Warum hat man das nicht getan? Darüber kann man spekulieren. Wenn ich mir die sportliche Lage des FCM und HFC so ansehe, ist die Wagenburghaltung verständlich.

2. Ja, Wettbewerbsgleichheit ist nun nicht mehr gegeben. Absolut richtig. Ich sehe die Schuld ab er nicht einseitig beim DFB. Kann man den Abbruch nicht befürworten und trotzdem trainieren? Ich bin mir sicher, man hätte schon vor mindestens einer Woche (oder noch früher) grünes Licht bekommen, wenn man gewollt hätte. Dann hätte man gut zwei Wochen "normal" trainieren und auch mal das ein oder andere Trainingsspiel absolvieren können. Der DFB hat immer gesagt, dass man die Saison zu Ende bringen will. Man hätte trotz Ablehnung gewappnet sein können. Nun hat man sich total verzockt.

3. Der DFB ist ein Wirtschaftsbetrieb und kein Wohlfartsverein zur Volksbelustigung. Der ADAC e. V. ist auch alles andere als ein Verein. Zudem werden Einnahmen auch zur Finanzierung anderer Projekte gebraucht. Und jetzt bitte nicht anfangen, dass sich die Bonzen alles in die eigene Tasche stecken. Keine Ahnung warum man heutzutage noch Ethik und Moral auf den Profisport projezieren möchte, es ist eine Unterhaltungsindustrie. Da geht es um vorangig wirtschaftliche Interessen. Man kann sich da weiter was vormachen oder der Realität mal ins Auge sehen. Auch wir betreiben hier eine GmbH.

4. Das mit dem Ausweichstadion betrifft aktuell "nur" Jena, soweit ich weiß. Es geht im Prinzip "nur" um das eine Geisterspiel gegen Chemnitz. Ich denke diesbezüglich würde sich im Notfall eine Lösung finden lassen, eventuell auch durch ein Verschieben ganz ans Ende der Saison. Und gibt es eine logische Erklärung dafür, warum man in Thüringen erst wieder ab dem 5. Juni ins Stadion darf, während man 100km weiter schon letztes Wochenende Bundesliga gekickt hat. Wäre da nicht auch eine Stadionnutzung eine Woche früher möglich? Sicher müssten sich die Politiker auch etwas bewegen, was die Landesfürsten aber nur ungern tun, um nicht schwach dazustehen. Und ich verstehe auch CZ Jena. Man ist sicher abgestiegen und möchte nur ungern Geld für Geisterfreundschaftsspiele ausgeben.

Ich habe den Eindruck, dass die Politiker auch nur die Interessen der Vereine und damit vieler Wähler vertreten. Man hätte sich an einen Tisch setzen können (DFB, Politiker, Vereine) und sagen: Okay, wenn ihr weitermachen wollt, geben wir euch allen grünes Licht und ihr könnt unter Auflagen in den Trainingsbetrieb einsteigen, habt so viel Vorbereitungszeit und am Tag X starten wir. Am Ende kocht aber jeder sein eigenes Bier, jedes Bundesland macht sein eigenes Ding (was ihr Recht ist) und jeder Verein vertritt seine eigenen Interessen.

5. Gerade wir als FCM mit dem Sparfuchs an der Spitze sollten es hinbekommen, ein Hygienekonzept umzusetzen. Viele kleinere Vereine bekommen es trotz berechtigter Kritik auch hin. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Gerade wir sollten in der Lage sein, da voranzugehen.

6. Sollte man nicht alles auf den DFB abschieben. Wir nehmen freiwillig am Spielbetrieb des DFB teil, niemand zwingt uns. Dazu gehören neben Rechten eben auch manchmal Pflichten.

---

Ich verstehe die Kritik am DFB. Alles auf den DFB zu schieben, ist mir aber zu plump und einfach. Beide Seiten bekleckern sich aktuell nicht mit Ruhm. Ich will den DFB nicht verteidigen, man sollte aber mal etwas über die Opferrolle hinaus denken. Die Medaille hat auch hier zwei Seiten.

Hier noch etwas Lektüre:
https://www.mz-web.de/sport/fussball/da ... a-36731062

zu Punkt 6. Nein, wir nehmen nicht unfreiwillig am Spielbetrieb des DFB teil aber welche Alternative hat denn ein Verein, der höherklassig spielen will? Rivalisierende Verbände mit eigenen deutschen Meisterschaften wie sie es bis 1933 gegeben hat, gibt es ja nicht mehr. Und zu den Rechten gehört meiner Ansicht nach schon, dass man bei Wettbewerbsverzerrung interveniert. Und zu den Pflichten gehört es also, jede Vorgabe des DFB anzunehmen, d.h. also auch, wenn dieser beispielsweise beschließen würde, 7 Tage in der Woche zu spielen, damit eine Meisterschaft beendet wird?

Irgendwann sind halt Grenzen der Zumutbarkeit erreicht und ich finde diese mit den aktuellen Forderungen des DFB überschritten.
Ich könnte nur noch brechen. Da zieht man diesen Zirkus auf, nur um Fernsehgelder zu sichern. Der DFB steht in diesen Tagen in einem ganz düsteren Licht.
Da helfen auch keine Schweigeminuten für die Corona-Opfer an den nächsten beiden Spieltagen.


Max Hoelz - Unvergessen!
 
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

22.05.2020, 12:46

Deutscher hat geschrieben:
Da helfen auch keine Schweigeminuten für die Corona-Opfer an den nächsten beiden Spieltagen.

Was ja eh absolut zynisch ist. Hat viel von den Pfeifen, die sich zu Beginn auf die Balkone gestellt haben um dem Niedriglohnsektor zu applaudieren.
Ansonsten ekeln mich Beiträge wie der von Plattfuß enorm an.


 
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

22.05.2020, 13:26

Plattfuß hat geschrieben:
Marco_Block10 hat geschrieben:
D.h. dem „Geschäft“ hat die Politik alles unter zu ordnen?

Ich verstehe schon, was Du sagen willst, aber ist das auch richtig?

Fakt ist:
- keine Wettbewerbsgleichheit: macht es Sinn, als Sparringspartner gegen eine Mannschaft anzutreten, die seit 4 Wo im Mannschaftstraining ist, weil sie es bereits nach der jeweiligen Verfügungslage DURFTE und wir nicht?

- die vom DFB versprochene Vorbereitung im Mannschaftstraining kann NICHT mehr gewährleistet werden. Wer sorgt sich um die Verletzungsrisiken der Spieler?

Mit dem wirtschaftlichen und moralischen Aspekt möchte ich nicht erst anfangen.

Das der DFB seine wirtschaftlichen Interessen sichern will, werfe ich ihm nicht mal vor.
Was für mich überhaupt nicht geht ist die Art und Weise, nämlich das nun die strenge Umsetzung der eigenen Regularien -vom Hygienekonzept bis zum Ethikkodex- über Bord geworfen werden, um mit aller Macht den Spielbetrieb durchzusetzen.

Die Risiken werden abgewälzt, sieh doch zu, wo Du spielen kannst. Aber natürlich helfen wir bei der Stadionsuche. Oh, hat nicht geklappt? Tut uns leid, ist aber natürlich deine Veranstaltung, wir wollten nur helfen. Lösen musst Du das Problem, lieber Verein.

Gleiches gilt für das Hygienekonzept, die wirtschaftliche Situation der Vereine, das Betteln bei der Politik um Sondergenehmigungen und was weiß ich nicht noch alles?

Der DFB ist Ausrichter der Liga, er hat die Voraussetzungen für den Spielbetrieb zu schaffen, zumindest für die Punkte, die die Vereine nicht zu verantworten haben bzw. alle Vereine betreffen.
Das interessiert im Frankfurt aber offensichtlich niemanden.

Ich verstehe auch, was du sagen willst, ABER... ;)

1. Natürlich nicht. Allerdings müssen sich einige Landesfürsten auch nicht künstlich profilieren. Hier in Sachsen-Anhalt sind wir nun wirklich nur wenig betroffen. Da hätte man schon vor einer Weile grünes Licht für einen ordentlichen Trainingsbetrieb geben können. Warum hat man das nicht getan? Darüber kann man spekulieren. Wenn ich mir die sportliche Lage des FCM und HFC so ansehe, ist die Wagenburghaltung verständlich.

2. Ja, Wettbewerbsgleichheit ist nun nicht mehr gegeben. Absolut richtig. Ich sehe die Schuld ab er nicht einseitig beim DFB. Kann man den Abbruch nicht befürworten und trotzdem trainieren? Ich bin mir sicher, man hätte schon vor mindestens einer Woche (oder noch früher) grünes Licht bekommen, wenn man gewollt hätte. Dann hätte man gut zwei Wochen "normal" trainieren und auch mal das ein oder andere Trainingsspiel absolvieren können. Der DFB hat immer gesagt, dass man die Saison zu Ende bringen will. Man hätte trotz Ablehnung gewappnet sein können. Nun hat man sich total verzockt.

3. Der DFB ist ein Wirtschaftsbetrieb und kein Wohlfartsverein zur Volksbelustigung. Der ADAC e. V. ist auch alles andere als ein Verein. Zudem werden Einnahmen auch zur Finanzierung anderer Projekte gebraucht. Und jetzt bitte nicht anfangen, dass sich die Bonzen alles in die eigene Tasche stecken. Keine Ahnung warum man heutzutage noch Ethik und Moral auf den Profisport projezieren möchte, es ist eine Unterhaltungsindustrie. Da geht es um vorangig wirtschaftliche Interessen. Man kann sich da weiter was vormachen oder der Realität mal ins Auge sehen. Auch wir betreiben hier eine GmbH.

4. Das mit dem Ausweichstadion betrifft aktuell "nur" Jena, soweit ich weiß. Es geht im Prinzip "nur" um das eine Geisterspiel gegen Chemnitz. Ich denke diesbezüglich würde sich im Notfall eine Lösung finden lassen, eventuell auch durch ein Verschieben ganz ans Ende der Saison. Und gibt es eine logische Erklärung dafür, warum man in Thüringen erst wieder ab dem 5. Juni ins Stadion darf, während man 100km weiter schon letztes Wochenende Bundesliga gekickt hat. Wäre da nicht auch eine Stadionnutzung eine Woche früher möglich? Sicher müssten sich die Politiker auch etwas bewegen, was die Landesfürsten aber nur ungern tun, um nicht schwach dazustehen. Und ich verstehe auch CZ Jena. Man ist sicher abgestiegen und möchte nur ungern Geld für Geisterfreundschaftsspiele ausgeben.

Ich habe den Eindruck, dass die Politiker auch nur die Interessen der Vereine und damit vieler Wähler vertreten. Man hätte sich an einen Tisch setzen können (DFB, Politiker, Vereine) und sagen: Okay, wenn ihr weitermachen wollt, geben wir euch allen grünes Licht und ihr könnt unter Auflagen in den Trainingsbetrieb einsteigen, habt so viel Vorbereitungszeit und am Tag X starten wir. Am Ende kocht aber jeder sein eigenes Bier, jedes Bundesland macht sein eigenes Ding (was ihr Recht ist) und jeder Verein vertritt seine eigenen Interessen.

5. Gerade wir als FCM mit dem Sparfuchs an der Spitze sollten es hinbekommen, ein Hygienekonzept umzusetzen. Viele kleinere Vereine bekommen es trotz berechtigter Kritik auch hin. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Gerade wir sollten in der Lage sein, da voranzugehen.

6. Sollte man nicht alles auf den DFB abschieben. Wir nehmen freiwillig am Spielbetrieb des DFB teil, niemand zwingt uns. Dazu gehören neben Rechten eben auch manchmal Pflichten.

---

Ich verstehe die Kritik am DFB. Alles auf den DFB zu schieben, ist mir aber zu plump und einfach. Beide Seiten bekleckern sich aktuell nicht mit Ruhm. Ich will den DFB nicht verteidigen, man sollte aber mal etwas über die Opferrolle hinaus denken. Die Medaille hat auch hier zwei Seiten.

Hier noch etwas Lektüre:
https://www.mz-web.de/sport/fussball/da ... a-36731062


Den Argumenten kann ich nicht folgen.
Es ist richtig, dass neben den Rechten an der Teilnahme zur Dritten Liga auch Pflichten gehören.
Diese Pflichten muss der Verein auch erbringen. Diese zu erbringenden Pflichten müssen aber auch in der Verantwortung des Vereins liegen, was hier ganz klar nicht gegeben ist.

Um es mal bildlich auszudrücken:
Wie soll ein Angestellter Stationsarzt die Anweisung vom Chefarzt, eine OP am offenen Herzen durchzuführen, umsetzen, wenn der Inhaber des staatlichen Krankenhauses gerade den OP-Saal gesperrt hat?
Eine Umrüstung der Aula zum Hifs-OP Saal dauert -sagen wir mal - 3 Wochen.
Nun legt der Chefarzt den OP Termin trotzdem auf nächste Woche fest?
Möchtest Du da der Patient sein, dem versichert wird, alles nicht so schlimm und das muss so sein?

Wie will man trainieren, wenn es einen klares politisches Verbot gibt?
Was ist das Verbot dann wert, wenn es aus gesundheitlichen Gründen ausgesprochen wird und dann reicht ein Brief vom DFB oder FCM und alles ist nicht mehr so schlimm?
Hier bleibt der DFB in der Pflicht als Ausrichter, erst einmal Voraussetzungen zu schaffen.
Übrigens war das bei der DFL auch so.
Da gab es auch ERST das grüne Licht der Politik und DANACH den Starttermin.

Das man es einfach so hinnimmt, das nun keine Wettbewerbsgleichheit mehr herrscht, mit dem Vorwand, die Vereine hätten ja schon trainieren können, wenn sie die Politik überzeugt hätten...

Ja was denn nun noch?
Sollen die Vereine dann in Zukunft noch den Impfstoff entwickeln und dann bei der Politik den Antrag stellen, wieder vor Zuschauern spielen zu dürfen?
Offensichtlich traut man ja beim DFB der Politik eigenmächtige Entscheidungen im Sinne der Pandemieeindämmung nicht mehr zu?

Ich für meinen Teil finde es furchtbar, dass Wettbewerbsverzerrung nun aus Termingründen billigend in Kauf genommen wird.


Was wäre eigentlich wenn nicht Jena, sondern wir das Stadionproblem hätten?
Oder sagen wir mal, der Tabellenführer?
Wäre das dann auch nicht so schlimm?

Mir ist auch nicht klar, was die politische Verfügungslage mit unserem Sparfuchs zu tun hat.
Der kleine Verein im Süden ist doch genauso betroffen, der hat doch den Sparfuchs gar nicht?
Um es deutlich zu machen: MK macht für mich in der derzeitigen Situation einen super Job, der uns das wirtschaftliche Überleben sichert.

Das andere Vereine das Hygienekonzept schneller als wir umsetzen konnten, liegt vielleicht auch an unterschiedlichen strukturellen Voraussetzungen. Da maße ich mir aber kein Urteil an.
Ich glaube aber nie im Leben, dass MK das Konzept für uns absichtlich blockiert hat und uns damit einem unnötigen Risiko aussetzt. Würde sich das im Nachhinein herausstellen, müsste er sofort als GF abberufen werden. Glaube ich niemals.


Wer ein HFC Trikot trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
 
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Plattfuß
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

22.05.2020, 17:09

Deutscher hat geschrieben:
zu Punkt 6. Nein, wir nehmen nicht unfreiwillig am Spielbetrieb des DFB teil aber welche Alternative hat denn ein Verein, der höherklassig spielen will? Rivalisierende Verbände mit eigenen deutschen Meisterschaften wie sie es bis 1933 gegeben hat, gibt es ja nicht mehr.

Ja, am Ende ist es ein Tanz mit dem Teufel. Punkt 6 würde ich im Nachhinein vielleicht zurücknehmen.

---

@Marco_Block10: Wie geschrieben, ist mir diese einseitige Sicht zu einfach. Meinerseits habe ich dazu alles geschrieben. Ich akzeptiere deine Position aber auch. Am Ende werden wir sehen, was kommt. In der kommenden Woche kann noch viel passieren.


 
Mike
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

24.05.2020, 09:56

Kallnik sagt was er denkt und handelt so. Als Geschäftsmann hat er Pflichten gegen über den Angestellten. Aber heute so und morgen so. Dann hätte der Club kein Plus auf n Konto.
Mir macht eher Angst das der Club zum Spielball geworden ist. Jena und die nicht zu zahlenden pyrostrafen ist bei abstieg eh vergessen. HFC schreit weniger. Bleibt nur noch der Club, der den DFB immer mehr in den Ohren liegt. Mit der art und Weise wie der Verband mit dem Club umgeht , stößt Kallnik sauer auf, also macht der das was er schon immer tat. Sagt seine Meinung.
Seit das Wort regressforderung vom DFB verwendet wurde. Treibt er die Fortsetzung des spielbetriebes unverhältnismäßig stark an. Fragt sich wer hier die Forderungen stellt. Die Gewinneinbussen beim Wettanbieter dürften nicht klein sein. Dann wäre die vertragsgeschichte so wie die Satzung. Kein möglicher Fall höherer Gewalt durch z.b. Pandemie mit eingearbeiteten. Das fällt dem Verband jetzt auf die Füße.
Freue mich das fussball weiter geht. Bundesliga ist mir hier egal. So lange nicht bei den öffentlich rechtlichen kommt schau ich auch nichts. Aber das freuen sind auch andere Seiten. Was ist wenn die Spieler sich doch anstecken . Beck beendet Karriere nach coronainfektion. Keiner wills lesen, keiner wills wissen. Ist es zu spät.,sagen alle, ich hab es doch gesagt. Ich hab fussball geschaut, was stört da ein spieler. Hätte auch schwere Knieverletzung sein können. Redet dann auch keiner mehr drüber.
Die Bundesliga gestern mit Trauerflor, für mich 1 Woche zu spät. Jetzt ist es nur , wir müssen das, den Menschen zeigen .... ich hoffe beide Verbände bekommen noch ein übergezogen. Das man beim nächsten Mal etwas mehr Demut der Situation gegen über zeigt.


 
rogermilla
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

24.05.2020, 14:19

Den Trauerflor in der Bundesliga hätten die sich ganz sparen sollen. Ich finde das nen Tritt ins Gesicht aller Opfer und deren Angehörigen angesichts der Sonderrolle des Profifußballs. Über die Rolle von DFB, DFL und ihren Premiumprodukten wurde schon viel geschrieben. Einen Punkt möchte ich mal aufgreifen.
Der Umgang seitens des DFB/DFL mit den Spielern ist menschenverachtend. Für Profisportler sind selbst die kleinsten Corona-Nachfolgen sehr gravierend. Wenn ich mich mit 47 Jahren mit dem Scheiß anstecke, kann ich später nach der "Heilung" vielleicht 5 Minuten weniger mit meinen Jungs auf der Wiese bolzen oder bin dabei etwas langsamer. Stört wahrscheinlich niemanden und auf Arbeit fällt es nicht mal auf. Wenn ein 1.Ligaspieler einen Schritt später in den Zweikampf/an den Ball/ zum Torabschluß kommt, bedeutet das fehlende Leistungsfähigkeit und er kann sich nach Vertragsende in der 2./3.Liga umschauen. Wenn er sich im Trainings/Wettkampfbetrieb ansteckt zählt das noch nicht mal als "Arbeitsunfall"(siehe Interviews mit dem Hallenser oder Bertram).
Ich habe momentan null Vorfreude auf eine Saisonfortsetzung. Schon garnicht nicht auf "Premiumprodukte" und ihre "heile Welt". Es gibt seit Jahrzehnten zum ersten Mal Tage in meinem Leben, wo ich Leute verstehen kann, denen dieser kommerzielle Sport total am Arsch vorbei geht.


 
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

24.05.2020, 16:20

Bei mir hat sich auch ein eigenartiges Desinteresse breit gemacht, hätte ich mal nie gedacht. Wenn ich nicht wie schon seit 25 Jahren die Ergebnisse brav im mein Kicker-Sonderheft eintragen würde, ginge mir das derzeit total am A... vorbei. Schaue mir nicht mal die Torfolgen an. Hoffentlich kommt das mal wieder; aber so recht freuen kann ich mich auf kommendes Wochenende auch irgendwie nicht. 


 
 
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

24.05.2020, 20:07



 
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

24.05.2020, 20:12

langsam fragt man sich, was die in Frankfurt für ein Zeug rauchen?  :roll: :roll: :roll:


Nur Kinder und einfache Leute mögen lebhafte Farben.

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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

24.05.2020, 21:43

Probleme mit Rechteinhabern sind zwingend zu vermeiden...gehen Sie weiter hier gibt es nichts zu sehen. 


 
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

24.05.2020, 22:19

Das sagte und schreibt der Chefredakteur des Kicker ...was mir sagt ...
Ich würde gerne für gute Journalisten und Reportagen bezahlen, aber nicht für Opportunisten.
Scheisse ...kann man den Kicker auch nicht mehr lesen .


 
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

25.05.2020, 07:16

Deutscher hat geschrieben:
Plattfuß hat geschrieben:
Marco_Block10 hat geschrieben:
D.h. dem „Geschäft“ hat die Politik alles unter zu ordnen?

Ich verstehe schon, was Du sagen willst, aber ist das auch richtig?

Fakt ist:
- keine Wettbewerbsgleichheit: macht es Sinn, als Sparringspartner gegen eine Mannschaft anzutreten, die seit 4 Wo im Mannschaftstraining ist, weil sie es bereits nach der jeweiligen Verfügungslage DURFTE und wir nicht?

- die vom DFB versprochene Vorbereitung im Mannschaftstraining kann NICHT mehr gewährleistet werden. Wer sorgt sich um die Verletzungsrisiken der Spieler?

Mit dem wirtschaftlichen und moralischen Aspekt möchte ich nicht erst anfangen.

Das der DFB seine wirtschaftlichen Interessen sichern will, werfe ich ihm nicht mal vor.
Was für mich überhaupt nicht geht ist die Art und Weise, nämlich das nun die strenge Umsetzung der eigenen Regularien -vom Hygienekonzept bis zum Ethikkodex- über Bord geworfen werden, um mit aller Macht den Spielbetrieb durchzusetzen.

Die Risiken werden abgewälzt, sieh doch zu, wo Du spielen kannst. Aber natürlich helfen wir bei der Stadionsuche. Oh, hat nicht geklappt? Tut uns leid, ist aber natürlich deine Veranstaltung, wir wollten nur helfen. Lösen musst Du das Problem, lieber Verein.

Gleiches gilt für das Hygienekonzept, die wirtschaftliche Situation der Vereine, das Betteln bei der Politik um Sondergenehmigungen und was weiß ich nicht noch alles?

Der DFB ist Ausrichter der Liga, er hat die Voraussetzungen für den Spielbetrieb zu schaffen, zumindest für die Punkte, die die Vereine nicht zu verantworten haben bzw. alle Vereine betreffen.
Das interessiert im Frankfurt aber offensichtlich niemanden.

Ich verstehe auch, was du sagen willst, ABER... ;)

1. Natürlich nicht. Allerdings müssen sich einige Landesfürsten auch nicht künstlich profilieren. Hier in Sachsen-Anhalt sind wir nun wirklich nur wenig betroffen. Da hätte man schon vor einer Weile grünes Licht für einen ordentlichen Trainingsbetrieb geben können. Warum hat man das nicht getan? Darüber kann man spekulieren. Wenn ich mir die sportliche Lage des FCM und HFC so ansehe, ist die Wagenburghaltung verständlich.

2. Ja, Wettbewerbsgleichheit ist nun nicht mehr gegeben. Absolut richtig. Ich sehe die Schuld ab er nicht einseitig beim DFB. Kann man den Abbruch nicht befürworten und trotzdem trainieren? Ich bin mir sicher, man hätte schon vor mindestens einer Woche (oder noch früher) grünes Licht bekommen, wenn man gewollt hätte. Dann hätte man gut zwei Wochen "normal" trainieren und auch mal das ein oder andere Trainingsspiel absolvieren können. Der DFB hat immer gesagt, dass man die Saison zu Ende bringen will. Man hätte trotz Ablehnung gewappnet sein können. Nun hat man sich total verzockt.

3. Der DFB ist ein Wirtschaftsbetrieb und kein Wohlfartsverein zur Volksbelustigung. Der ADAC e. V. ist auch alles andere als ein Verein. Zudem werden Einnahmen auch zur Finanzierung anderer Projekte gebraucht. Und jetzt bitte nicht anfangen, dass sich die Bonzen alles in die eigene Tasche stecken. Keine Ahnung warum man heutzutage noch Ethik und Moral auf den Profisport projezieren möchte, es ist eine Unterhaltungsindustrie. Da geht es um vorangig wirtschaftliche Interessen. Man kann sich da weiter was vormachen oder der Realität mal ins Auge sehen. Auch wir betreiben hier eine GmbH.

4. Das mit dem Ausweichstadion betrifft aktuell "nur" Jena, soweit ich weiß. Es geht im Prinzip "nur" um das eine Geisterspiel gegen Chemnitz. Ich denke diesbezüglich würde sich im Notfall eine Lösung finden lassen, eventuell auch durch ein Verschieben ganz ans Ende der Saison. Und gibt es eine logische Erklärung dafür, warum man in Thüringen erst wieder ab dem 5. Juni ins Stadion darf, während man 100km weiter schon letztes Wochenende Bundesliga gekickt hat. Wäre da nicht auch eine Stadionnutzung eine Woche früher möglich? Sicher müssten sich die Politiker auch etwas bewegen, was die Landesfürsten aber nur ungern tun, um nicht schwach dazustehen. Und ich verstehe auch CZ Jena. Man ist sicher abgestiegen und möchte nur ungern Geld für Geisterfreundschaftsspiele ausgeben.

Ich habe den Eindruck, dass die Politiker auch nur die Interessen der Vereine und damit vieler Wähler vertreten. Man hätte sich an einen Tisch setzen können (DFB, Politiker, Vereine) und sagen: Okay, wenn ihr weitermachen wollt, geben wir euch allen grünes Licht und ihr könnt unter Auflagen in den Trainingsbetrieb einsteigen, habt so viel Vorbereitungszeit und am Tag X starten wir. Am Ende kocht aber jeder sein eigenes Bier, jedes Bundesland macht sein eigenes Ding (was ihr Recht ist) und jeder Verein vertritt seine eigenen Interessen.

5. Gerade wir als FCM mit dem Sparfuchs an der Spitze sollten es hinbekommen, ein Hygienekonzept umzusetzen. Viele kleinere Vereine bekommen es trotz berechtigter Kritik auch hin. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Gerade wir sollten in der Lage sein, da voranzugehen.

6. Sollte man nicht alles auf den DFB abschieben. Wir nehmen freiwillig am Spielbetrieb des DFB teil, niemand zwingt uns. Dazu gehören neben Rechten eben auch manchmal Pflichten.

---

Ich verstehe die Kritik am DFB. Alles auf den DFB zu schieben, ist mir aber zu plump und einfach. Beide Seiten bekleckern sich aktuell nicht mit Ruhm. Ich will den DFB nicht verteidigen, man sollte aber mal etwas über die Opferrolle hinaus denken. Die Medaille hat auch hier zwei Seiten.

Hier noch etwas Lektüre:
https://www.mz-web.de/sport/fussball/da ... a-36731062

zu Punkt 6. ......., wenn dieser beispielsweise beschließen würde, 7 Tage in der Woche zu spielen, damit eine Meisterschaft beendet wird?


Das hat dir der Teufel gesagt ...das hat dir der Teufel gesagt
Unglaublich das dies Wirklichkeit werden soll .....


 
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

25.05.2020, 07:59

ReneO hat geschrieben:
langsam fragt man sich, was die in Frankfurt für ein Zeug rauchen?  :roll: :roll: :roll:

Frag sie nicht was sie rauchen, sondern wer sie schmiert....äh zahlt.
Wenn der Norddeutsche Fußballverband eine Liga tiefer Lübeck per Quotientenregelung zum Meister und Drittligaaufsteiger bestimmen wird und es keine Absteiger aus der Liga gibt, in sämtlichen anderen Bundesländern (außer Bayern) der Amateurfußball ebenfalls vor Saisonabbruch steht, dann kommen die Statements vom DFB merkwürdig daher. Eine gesellschaftspolitische Relevanz kann ich bei einer 3.Liga (außer natürlich für Fans der betroffenen Vereine und möglicher Auf- und Absteiger) nicht wirklich sehen.


Die Friedhöfe der Welt sind voll von Leuten, die sich für unentbehrlich hielten.

(Georges Clemenceau)
 
 
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Re: Statement zur aktuellen Situation im deutschen Fußball

30.05.2020, 10:28

Schaut man sich die aktuellen Argumentationen an, wird Fussball ohne Stadionzuschauer auf lange Sicht sehr wahrscheinlich. Schon bald werden Regelungen zu Masken, Abstand, Kleingruppenbeschulung usw verschwinden, aber alle Großveranstaltungen weiter verboten bleiben. Wie das finanziell ab Liga3 und drunter funktionieren soll, ist mir schleierhaft. Und für mich als Fan ist die Liga egal, wenn ich nicht ins Stadion darf.


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