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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

14.05.2019, 21:04

Ich möchte jetzt auch meinen Senf dazugeben.
Es gibt in diesem Jahr nicht den einen Schuldigen. Viele Dinge sind sehr unglücklich gelaufen. Erst wurde der Saisonstart verhauen, teils durch Dummheit/ fehlender Cleverness und mit Hilfe der Schiedsrichter, aber auch Härtels Wechselspielchen in der Defensive. Dann die Trainerentlassung, für mich etwas zu spät, die leider notwendig wurde. In meinen Augen schien Jens Härtel mit seinem Latein am Ende, man konnte es auch an einigen Fernsehaufnahmen erkennen. Er wirkte hilflos,leer und ausgebrannt. Ich glaube auch, noch 2 oder 3 solcher Spiele und er wäre von allein zurückgetreten.
Die Transfers sind auch nicht wie erhofft eingeschlagen, aber auch gestandene Spieler konnten ihr Potenzial nicht immer abrufen.
Dann kam Oenning und nach der Winterpause keimte etwas Hoffnung auf. Und ja, in den entscheidenen Spielen konnten wir nicht punkten. Dafür gelangen Siege gegen Bielefeld oder den HSV. In vielen Spielen agierten wir auf Augenhöhe, aber mit fehlender Cleverness im Abschluss und einigen Aussetzern in der Hintermannschaft. Dazu kamen Verletzungen unser bis dahin besten Spieler in der Offensive, Beck und dann Türpitz.
Es kamen so viele Dinge zusammen, dass würde bei anderen Mannschaften für mehrere Jahre reichen.
Es gibt da so eine schöne Tabelle " die wahre Tabelle" da wären wir übrigens auf einen Nichtabstiegsplatz. Auch wenn es wahrscheinlich nur eine schöne Spielerei ist, stimmt sie mit meiner Wahrnehmung überein, dass wir mit Abstand am meisten von den Schiedsrichtern beschissen wurden sind.
Ich weiß nicht, ob ich jetzt irgendetwas vergessen hab, aber der Text ist lang genug.
Ich könnte mir übrigens eine Saison unter Oenning vorstellen.


 
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FCM Oldie 58
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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

14.05.2019, 21:31

Würde mich nicht wundern, wenn dir-Therapeut- einer antwortet, lass dich therapieren
 
Zuletzt geändert von FCM Oldie 58 am 15.05.2019, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.


 
chancentod
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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

14.05.2019, 23:19

@Therapeut: Selbst in der Wahren Tabelle sind wir mittlerweile auf Platz 16 abgerutscht - da waren wir lange viiieeel weiter oben.
(Interessant ist da aber der HSV. Gut, dass es trotzdem nicht gereicht hat.)

https://www.wahretabelle.de/index/index/liga/2


 
blauweißesblut
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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

15.05.2019, 14:41

Meine Gedanken zur Saison.
Ausgangslage: 
Der FCM hat den kleinsten Etat für die Saison, das wirtschaftlich schwächste Umfeld und hat von der Infrastruktur ein gutes Drittliganiveau. Im Profifußball der BRD hat der FCM keinen großen Namen, wie z.B. 1860 oder K-Lautern, auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen. Der Verein ist wirtschaftlich gesund, muss aber jeden Euro dreimal umdrehen, bevor er ausgegeben werden kann.
Die Mannschaft ist gewachsen und eingespielt. Unter J.H. hat es seine Spielidee verinnerlicht. Pressing, frühes Anlaufen, zweite Bälle gewinnen, den Gegner permanent unter Druck setzen, jeder Spieler verteidigt. Die Mannschaft ist schon in der 3.Liga nicht die spielerisch Beste, Mankos waren schon dort das Passspiel und Standards. Die Mannschaft war offensichtlich eine Einheit, was ganz sicher ein Verdienst von Marius Sowislo war.

Die Neuverpflichtungen:
Um es vorneweg zu sagen. Ich war nicht in der Entscheidungsfindung oder Gesprächen eingebunden, wie wohl alle anderen hier. Von daher Maße ich mir kein Urteil über die handelnden Personen an. Keiner vermag in die Zukunft zu schauen oder die Zeit zurück drehen, muss was anderes zu versuchen. Von daher ist jeder Kommentar an handelnde Personen überflüssig, insbesondere wenn man selber keine Ahnung von diesem Geschäft hat. Ich kann mir nicht vorstellen, das J.H., M.K. und M.F. nicht mit einander darüber gesprochen haben. Ich könnte mir aber Vorstellen, das M.F. mit seinen Erfahrungen aus der 1.BL nicht konform mit den Vorstellungen von J.H. gingen. Noch besser kann ich mir Vorstellen, dass es etliche Spieler gab, die aus finanziellen und (weniger aus) sportlichen Gründen nicht zum 1.FCM wollten.
Die Neuen zu Saisonbeginn:  
Fejzic – Nach seinen Leistungen in BS eine für mich verständliche Verpflichtung.
Müller – Die Verpflichtung war ok, ist aber auch kein Kracher – dachte ich.
Bregerie – War für mich damals für die Verteidigung eigentlich der beste Transfer.
Abu Hanna – bei ihm und bei Kwadwo hatte ich von vornherein Bedenken. Sie haben sich schon in Lautern unter verschieden Trainern nicht durchsetzen können. OK, beide hatten gleich Pech mit Verletzungen, aber für mich von vornherein komplette Fehlverpflichtungen.
Ignowski – Hammertransfer für mich
Preißinger – eine gute Wahl, jung mit sehr viel Potential
Kwadwo – siehe Abu Hana
Berisha – ja, ein junges Talent mit Potential und Technik, war ok für mich
Bülter – ich muss zugeben das ich ein wenig pessimistisch war, als Perspektivspieler OK, aber sonst? So kann man sich irren!!!
 
Die Neuen zur Winterpause:
Loria – war und ist ein guter Torhüter, ich habe die Verpflichtung aber nicht als zwingend  notwendig erachtet, max. als Maßnahme um der Abwehr neues Selbstvertrauen zu geben
Kirchhof – fand ich toll, hätte nicht gedacht, dass er so oft fehlt!
Pertel – war für mich vollkommen nachvollziehbar und ok
Lawerenz – diese Verpflichtung habe ich nicht verstanden, für seine Position war für mich Bülter gesetzt, nach seinen Leistungen bis dahin  die er konstant gezeigt hat.

Das beim Scouting und oder das die Entscheidungsfindung zwischen J.H. ,M.K. und M.F. nicht optimal war, zeigt sich das unter J.H. einige der neuen gar nicht oder nur sporadisch zum Zuge gekommen sind. War es denn nicht zu erkennen das einige die Spielphilosophie von J.H. nicht spielen können oder wollen, oder hat oder musste man nur Spieler verpflichtet die wollten oder in Budget gepasst haben?!
Interessieren würde mich, wer auf Lawerenz gekommen ist!
 
Die Spiele unter J.H.:
J.H. blieb seiner Linie treu. Er ließ das von ihm favorisierte System spielen. Spieler die nicht in dieses System passten fanden keine Berücksichtigung. Im Gegensatz zur 3.Liga, waren aber die meisten Gegner in Lage spielerisch dagegen zu halten und sich zu befreien. Da das Passspiel mit einer Quote von ca. 62%  immer noch auf dem Niveau der 3.Liga  war – konnte auch nicht die Wucht im Angriff erzeugt werden, die zu zwingenden Torchancen führte. Mit anderen Worten, durch die spielerische Klasse der Gegenspieler und unserer schlechten Passquote, kam nur jeder dritte Pass beim Mitspieler an. Da ein Angriff üblicher weise aus mehr als drei Pässen besteht, kann man sich leicht ausrechnen, was dass für unser Angriffsspiel bedeutet hat. Und wenn dann einmal wir den ball behaupten konnten und der Gegner foul gespielt hat, hat uns das leider nichts genützt. Tore nach Standards für den FCM, oder auch nur Gefahr waren die absolute Ausnahme. Auch das hatten unsere Gegner uns voraus. Durch unser frühes Anlaufen haben wir natürlich hinten Räume geöffnet. Zu oft haben wir durch einen schlechten Pass oder ein Foul ein Freistoß gegen uns bekommen. Vielleicht waren unsere Jungs auch nach 80 Minuten platt, das sie nicht mehr sauber  klären konnten. Egal, viele Gegner wussten ihre Standards zu nutzen. Einige waren (leider) wirklich toll geschossen, andere einfach miserabel verteidigt. Fejzic hat sich leider 3 – 4-mal nicht richtig entschieden,  und für meinen Geschmack auch zu ruhig. Dazu kamen dann dass ständige rotieren in der Abwehr die keine Sicherheit brachte. Mit dem sicher beginnenden schwindenen Selbstvertrauen wurde es von Spiel zu Spiel schwerer. N.m.M. muss ein Trainer auch Mängel abstellen und nicht starr an seinem System festhalten. Hat er aber nicht. Im Training wurde immer noch hauptsächlich das Pressing und frühe Anlaufen geübt. Und im Spiel gegen den HSV hat er dann den ersten schwerwiegenden Fehler begangen. Der HSV hatte im Mittelfeld das absolute Sagen. Aber anstatt nach der roten Karte das Mittelfeld zu verstärken, kam ein Stürmer. Nur was nutzt ein Stürmer, wenn die keine Bälle bekommen. Gegen Dresden hat er doch genau das getan, dass Mittelfeld verstärkt – und siehe da, es lief deutlich besser. 
Nach Gesprächen von mir mit sehr nah am Geschehen befindlichen Personen, wurde J.H. immer ruhiger und war immer mehr am Überlegen – ohne aber andere mit einzubeziehen oder um Rat zu fragen. Die aufkommende, leider berechtigte Kritik an J.H., hat es nicht besser gemacht.  Von daher war n.m.M die Entlassung von J.H. notwendig. Eventuell hätte das verhindert werden können. Aber Menschen die längere Zeit sehr erfolgreich sind, neigen dazu auftretende Schwierigkeiten nicht anzunehmen um dann andere Wege zu suchen. M.K. , M.F. , J.H. und auch die alten Spieler waren sich offensichtlich nicht bewusst, dass sie in jedem Spiel 100% geben müssen, um die Chance auf einen Sieg zu haben. Das sie Außenseiter sind, das nichts was bisher erreicht wurde, zählt. So ist das halt mit Erfolgen. Sie werden für die Gegenwart oft zum Ballast. Weil sie nur zeigen, was wer mal war, aber selten was wer jetzt ist.

Spiele unter M.O.
Von Anfang an setzte M.O. neue Reize im Training. Anstelle des Pressing wurde jetzt verstärkt das Passspiel trainiert. Das Spielsystem unter M.O. hat sich verändert. Die ersten Erfolge haben sich für mich in den Testspielen gezeigt. Dann Aue gewonnen und kurz darauf in Bielefeld. Die Mannschaft hatte offensichtlich neues Selbstvertrauen getankt. Auch wurde die Abwehr deutlich stabilisiert. Die Frage ist woran es lag. Am neuen Torhüter, daran das Bülter jetzt plötzlich rechts hinten spielte? Oder aber doch an der Innenverteidigung und einem Kirchhof im Mittelfeld davor. Für mich ist klar das, wer das Mittelfeld kontrolliert, weniger in der Abwehr zu leisten braucht. Von daher war für mich Bülter recht hinten, vielleicht kein Fehler,  aber hätte das nicht ein anderer Spieler auch gekonnt? Siehe Rother, oder Costly, Butzen. Ich denke auch Loria hat seine Sache gut gemacht. Ob Brunst nun schlechter gewesen wäre – ich denke nicht, siehe Vorbereitungsspiele. Aber ok. Ja, und dann kamen die Spiele gegen  Duisburg und Sandhausen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Trainer zur Mannschaft  gesagt hat, macht locker. Nein, hier hat die Mannschaft versagt, den Abstiegskampf nicht angenommen, nicht gekämpft und zumindest Sandhausen aufgeholfen. Diese beiden Niederlagen müssen sich die meisten Spieler selber ankreiden. Das diese Niederlagen absolut unnötig waren, zeigten das Spiel in Dresden, die Siege beim HSV und gegen Führt. Bei diesen Spielen hat die Mannschaft wieder gekämpft und gerackert, verbunden mit der Ausrichtung von M.O.. Das hat M.O. geschafft, der Mannschaft neue Spielideen und Impulse zu geben. Was er nicht geschafft hat, der Mannschaft durchgehend so heiß zu machen, dass sie in jedes Spiel so reingehen, wie gegen den HSV usw., aus meiner Sicht. Tja, und ab Bochum war dann die Luft raus, vielleicht auch wegen der Fans.
Um es gleich zu sagen. Ich war überrascht als M.O. als neuer Trainer vorgestellt wurde. Ich habe auch meine Zweifel, ob er der richtige ist. Die Krux eines jeden Trainers ist es, das er alles können soll und machen muss, u.a. die Mannschaft zu motivieren. Aber wer motiviert eigentlich den Trainer? Wenn der Trainer nicht von der Führung und von den Fans die volle Unterstützung bekommt, ist er die ärmste Sau. Dann hat er bald keine Chance mehr die Mannschaft zu beeinflussen. Um erfolgreich eine Mannschaft zu entwickeln braucht man mehr als ein paar Wochen, genauso wie ein neues Spielsystem zu etablieren. Das galt für J.H., der nach den anfänglichen Niederlagen sein System umgestellt hat und damit unsere lange erfolgreiche Zeit eingeläutet hat. Und das wird auch für jeden neuen Trainer gelten, egal wie er heißt.
 
Schiedsrichter:
Alles in allem hatten wir mit den Schiris nicht viel Glück. Der Spruch, dass sich innerhalb einer Saison alles wieder ausgleicht, hat leider nicht für uns gegolten.
Ingolstadt – Heimspiel - nach einem Kontakt zwischen Gimber und Beck einen möglichen Strafstoß (19.). Der Freistoß vor dem Ausgleich war unberechtigt, das Tor irregulär, da Schröck und Kutschke im Abseits standen und Fejzic irritierten (43.).
Kiel – Auswärts - hätte beim Foul von Meffert am durchgebrochenen Costly 35 Meter vor dem Kieler Tor aber auch Rot zeigen können (58.).
Hamburg –Heimspiel – Hunt hatte Glück, dass sein Reißen gegen Beck nach Ecke keinen Elfmeter nach sich zog (39.).
Darmstadt – Auswärts - beide Platzverweise waren völlig überzogen, sowohl Erdmanns harmloses Foul (63.) als auch Hollands leichter Rempler (69.) waren nicht gelb-rot-würdig.
Regensburg – Heimspiel -  1:1, bei dem Beck hauchdünn im Abseits stand (4.).
Fürth – Auswärts - Knifflig die Szene, als Lohkemper den Laufweg von Bauer kreuzte und zu Fall kam (72.) – dies nicht als Notbremse zu werten und Bauer nur Gelb zu geben!??
Bielefeld – Auswärts - Vor dem Freistoß, der zum 0:1 führte, erkannte er eine klare Abseitsstellung nicht - daraus resultierte für die Arminia Rot und der Rückstand.
Dresden – Auswärts - Perthels Tor (50.) wegen eines angeblichen Handspiels abzuerkennen war allerdings nicht nachvollziehbar.
HSV – Auswärts - Lohkemper stand vor seinem Tor nicht im Abseits (22.), und Müller verhinderte bei Bates Kopfball mit absichtlichem Handspiel ein klares Tor (53.), was mit Rot und Elfmeter hätte geahndet werden müssen.
Union – Auswärts - hätte vor dem 1:0 den Schubser von Polter an Erdmann ahnden müssen, zudem mit erheblichen Problemen bei der Zweikampfbeurteilung.
Ich weiß nicht, ob ich vom fehlenden Glück mit den Schiris reden soll. Durch diverse Entscheidungen gingen n.m.M.  2-6 Punkte verloren.
 
Die Fans:
Hier wird Fußball gelebt und liebt. Die Unterstützung war über die gesamte Saison hinweg gigantisch. Es wurde nicht nur das Heimstadion gerockt, oft genug auch das Gästestadion. Ich glaube wir haben bei vielen Fußballinteressierten Sympathien gewonnen. Federführend natürlich der Block U. Ich bin gespannt ob dies in Zukunft erhalten bleibt. Aber es gab auch unschöne Szenen. Die Mannschaft steht in Bochum mit dem Rücken zur Wand und viele Fans verlassen lieber das Stadion um gegen einen Polizeieinsatz zu protestieren, anstatt die eigene Mannschaft zu unterstützen. Werden so Prioritäten gesetzt!?? Hätte man das nicht hinterher klären können oder von mir aus mit Sprechchören im Stadion kundtun können?! Ob der Polizeieinsatz berechtigt ist oder nicht, kann ich nicht sagen. Ich war nicht dabei. Ich war im Stadion, genauso wie in Berlin. Und da war der Polizeieinsatz notwendig. Schon vor dem Spiel haben die ersten ihre Sturmhauben aufgesetzt. Warum denn wohl? Noch schlimmer wird es, wenn ich mitbekomme, dass einige BFC-Fans in unseren Farben randalieren und Unionfahnen klauen. Und unser Club wird dafür zahlen müssen. Zum Kotzen!! Einige wenige machen zunichte, was andere mühsam erarbeiten.
 
Fazit:
Es ist wie immer. Am Erfolg und Misserfolg haben stets viele Parteien ihren Anteil. So wie alle, also J.H., M.K., M.F., die anderen Trainer, die Spieler, die Gremien des FCMs und natürlich die Fans ihren Anteil am Erfolg haben, so haben Sie ihn auch am Misserfolg. Ich will hoffen dass die im Amt verantwortlichen und handelnden Personen die richtigen Schlüsse aus der Saison ziehen. Es wurden eine Menge kleiner und größerer Fehler gemacht. Fehler werden sich auch nicht vermeiden lassen. Aber doch [size=100][font=Arial, sans-serif]sicher minimieren. [/font][/size]

[size=100][font=Arial, sans-serif]Meine Besten:  Bülter, Müller, Brunst, Erdmann[/font][/size]


 
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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

15.05.2019, 15:11

Auch wenn ich nicht alle Auffassungen teile ist das eine fundierte und differenzierte Analyse. Danke dafür ;!


 
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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

15.05.2019, 15:17

blauweißesblut hat geschrieben:
Meine Gedanken zur Saison.
Ausgangslage: 
Der FCM hat den kleinsten Etat für die Saison, das wirtschaftlich schwächste Umfeld und hat von der Infrastruktur ein gutes Drittliganiveau. Im Profifußball der BRD hat der FCM keinen großen Namen, wie z.B. 1860 oder K-Lautern, auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen. Der Verein ist wirtschaftlich gesund, muss aber jeden Euro dreimal umdrehen, bevor er ausgegeben werden kann.
Die Mannschaft ist gewachsen und eingespielt. Unter J.H. hat es seine Spielidee verinnerlicht. Pressing, frühes Anlaufen, zweite Bälle gewinnen, den Gegner permanent unter Druck setzen, jeder Spieler verteidigt. Die Mannschaft ist schon in der 3.Liga nicht die spielerisch Beste, Mankos waren schon dort das Passspiel und Standards. Die Mannschaft war offensichtlich eine Einheit, was ganz sicher ein Verdienst von Marius Sowislo war.

Die Neuverpflichtungen:
Um es vorneweg zu sagen. Ich war nicht in der Entscheidungsfindung oder Gesprächen eingebunden, wie wohl alle anderen hier. Von daher Maße ich mir kein Urteil über die handelnden Personen an. Keiner vermag in die Zukunft zu schauen oder die Zeit zurück drehen, muss was anderes zu versuchen. Von daher ist jeder Kommentar an handelnde Personen überflüssig, insbesondere wenn man selber keine Ahnung von diesem Geschäft hat. Ich kann mir nicht vorstellen, das J.H., M.K. und M.F. nicht mit einander darüber gesprochen haben. Ich könnte mir aber Vorstellen, das M.F. mit seinen Erfahrungen aus der 1.BL nicht konform mit den Vorstellungen von J.H. gingen. Noch besser kann ich mir Vorstellen, dass es etliche Spieler gab, die aus finanziellen und (weniger aus) sportlichen Gründen nicht zum 1.FCM wollten.
Die Neuen zu Saisonbeginn:  
Fejzic – Nach seinen Leistungen in BS eine für mich verständliche Verpflichtung.
Müller – Die Verpflichtung war ok, ist aber auch kein Kracher – dachte ich.
Bregerie – War für mich damals für die Verteidigung eigentlich der beste Transfer.
Abu Hanna – bei ihm und bei Kwadwo hatte ich von vornherein Bedenken. Sie haben sich schon in Lautern unter verschieden Trainern nicht durchsetzen können. OK, beide hatten gleich Pech mit Verletzungen, aber für mich von vornherein komplette Fehlverpflichtungen.
Ignowski – Hammertransfer für mich
Preißinger – eine gute Wahl, jung mit sehr viel Potential
Kwadwo – siehe Abu Hana
Berisha – ja, ein junges Talent mit Potential und Technik, war ok für mich
Bülter – ich muss zugeben das ich ein wenig pessimistisch war, als Perspektivspieler OK, aber sonst? So kann man sich irren!!!
 
Die Neuen zur Winterpause:
Loria – war und ist ein guter Torhüter, ich habe die Verpflichtung aber nicht als zwingend  notwendig erachtet, max. als Maßnahme um der Abwehr neues Selbstvertrauen zu geben
Kirchhof – fand ich toll, hätte nicht gedacht, dass er so oft fehlt!
Pertel – war für mich vollkommen nachvollziehbar und ok
Lawerenz – diese Verpflichtung habe ich nicht verstanden, für seine Position war für mich Bülter gesetzt, nach seinen Leistungen bis dahin  die er konstant gezeigt hat.

Das beim Scouting und oder das die Entscheidungsfindung zwischen J.H. ,M.K. und M.F. nicht optimal war, zeigt sich das unter J.H. einige der neuen gar nicht oder nur sporadisch zum Zuge gekommen sind. War es denn nicht zu erkennen das einige die Spielphilosophie von J.H. nicht spielen können oder wollen, oder hat oder musste man nur Spieler verpflichtet die wollten oder in Budget gepasst haben?!
Interessieren würde mich, wer auf Lawerenz gekommen ist!
 
Die Spiele unter J.H.:
J.H. blieb seiner Linie treu. Er ließ das von ihm favorisierte System spielen. Spieler die nicht in dieses System passten fanden keine Berücksichtigung. Im Gegensatz zur 3.Liga, waren aber die meisten Gegner in Lage spielerisch dagegen zu halten und sich zu befreien. Da das Passspiel mit einer Quote von ca. 62%  immer noch auf dem Niveau der 3.Liga  war – konnte auch nicht die Wucht im Angriff erzeugt werden, die zu zwingenden Torchancen führte. Mit anderen Worten, durch die spielerische Klasse der Gegenspieler und unserer schlechten Passquote, kam nur jeder dritte Pass beim Mitspieler an. Da ein Angriff üblicher weise aus mehr als drei Pässen besteht, kann man sich leicht ausrechnen, was dass für unser Angriffsspiel bedeutet hat. Und wenn dann einmal wir den ball behaupten konnten und der Gegner foul gespielt hat, hat uns das leider nichts genützt. Tore nach Standards für den FCM, oder auch nur Gefahr waren die absolute Ausnahme. Auch das hatten unsere Gegner uns voraus. Durch unser frühes Anlaufen haben wir natürlich hinten Räume geöffnet. Zu oft haben wir durch einen schlechten Pass oder ein Foul ein Freistoß gegen uns bekommen. Vielleicht waren unsere Jungs auch nach 80 Minuten platt, das sie nicht mehr sauber  klären konnten. Egal, viele Gegner wussten ihre Standards zu nutzen. Einige waren (leider) wirklich toll geschossen, andere einfach miserabel verteidigt. Fejzic hat sich leider 3 – 4-mal nicht richtig entschieden,  und für meinen Geschmack auch zu ruhig. Dazu kamen dann dass ständige rotieren in der Abwehr die keine Sicherheit brachte. Mit dem sicher beginnenden schwindenen Selbstvertrauen wurde es von Spiel zu Spiel schwerer. N.m.M. muss ein Trainer auch Mängel abstellen und nicht starr an seinem System festhalten. Hat er aber nicht. Im Training wurde immer noch hauptsächlich das Pressing und frühe Anlaufen geübt. Und im Spiel gegen den HSV hat er dann den ersten schwerwiegenden Fehler begangen. Der HSV hatte im Mittelfeld das absolute Sagen. Aber anstatt nach der roten Karte das Mittelfeld zu verstärken, kam ein Stürmer. Nur was nutzt ein Stürmer, wenn die keine Bälle bekommen. Gegen Dresden hat er doch genau das getan, dass Mittelfeld verstärkt – und siehe da, es lief deutlich besser. 
Nach Gesprächen von mir mit sehr nah am Geschehen befindlichen Personen, wurde J.H. immer ruhiger und war immer mehr am Überlegen – ohne aber andere mit einzubeziehen oder um Rat zu fragen. Die aufkommende, leider berechtigte Kritik an J.H., hat es nicht besser gemacht.  Von daher war n.m.M die Entlassung von J.H. notwendig. Eventuell hätte das verhindert werden können. Aber Menschen die längere Zeit sehr erfolgreich sind, neigen dazu auftretende Schwierigkeiten nicht anzunehmen um dann andere Wege zu suchen. M.K. , M.F. , J.H. und auch die alten Spieler waren sich offensichtlich nicht bewusst, dass sie in jedem Spiel 100% geben müssen, um die Chance auf einen Sieg zu haben. Das sie Außenseiter sind, das nichts was bisher erreicht wurde, zählt. So ist das halt mit Erfolgen. Sie werden für die Gegenwart oft zum Ballast. Weil sie nur zeigen, was wer mal war, aber selten was wer jetzt ist.

Spiele unter M.O.
Von Anfang an setzte M.O. neue Reize im Training. Anstelle des Pressing wurde jetzt verstärkt das Passspiel trainiert. Das Spielsystem unter M.O. hat sich verändert. Die ersten Erfolge haben sich für mich in den Testspielen gezeigt. Dann Aue gewonnen und kurz darauf in Bielefeld. Die Mannschaft hatte offensichtlich neues Selbstvertrauen getankt. Auch wurde die Abwehr deutlich stabilisiert. Die Frage ist woran es lag. Am neuen Torhüter, daran das Bülter jetzt plötzlich rechts hinten spielte? Oder aber doch an der Innenverteidigung und einem Kirchhof im Mittelfeld davor. Für mich ist klar das, wer das Mittelfeld kontrolliert, weniger in der Abwehr zu leisten braucht. Von daher war für mich Bülter recht hinten, vielleicht kein Fehler,  aber hätte das nicht ein anderer Spieler auch gekonnt? Siehe Rother, oder Costly, Butzen. Ich denke auch Loria hat seine Sache gut gemacht. Ob Brunst nun schlechter gewesen wäre – ich denke nicht, siehe Vorbereitungsspiele. Aber ok. Ja, und dann kamen die Spiele gegen  Duisburg und Sandhausen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Trainer zur Mannschaft  gesagt hat, macht locker. Nein, hier hat die Mannschaft versagt, den Abstiegskampf nicht angenommen, nicht gekämpft und zumindest Sandhausen aufgeholfen. Diese beiden Niederlagen müssen sich die meisten Spieler selber ankreiden. Das diese Niederlagen absolut unnötig waren, zeigten das Spiel in Dresden, die Siege beim HSV und gegen Führt. Bei diesen Spielen hat die Mannschaft wieder gekämpft und gerackert, verbunden mit der Ausrichtung von M.O.. Das hat M.O. geschafft, der Mannschaft neue Spielideen und Impulse zu geben. Was er nicht geschafft hat, der Mannschaft durchgehend so heiß zu machen, dass sie in jedes Spiel so reingehen, wie gegen den HSV usw., aus meiner Sicht. Tja, und ab Bochum war dann die Luft raus, vielleicht auch wegen der Fans.
Um es gleich zu sagen. Ich war überrascht als M.O. als neuer Trainer vorgestellt wurde. Ich habe auch meine Zweifel, ob er der richtige ist. Die Krux eines jeden Trainers ist es, das er alles können soll und machen muss, u.a. die Mannschaft zu motivieren. Aber wer motiviert eigentlich den Trainer? Wenn der Trainer nicht von der Führung und von den Fans die volle Unterstützung bekommt, ist er die ärmste Sau. Dann hat er bald keine Chance mehr die Mannschaft zu beeinflussen. Um erfolgreich eine Mannschaft zu entwickeln braucht man mehr als ein paar Wochen, genauso wie ein neues Spielsystem zu etablieren. Das galt für J.H., der nach den anfänglichen Niederlagen sein System umgestellt hat und damit unsere lange erfolgreiche Zeit eingeläutet hat. Und das wird auch für jeden neuen Trainer gelten, egal wie er heißt.
 
Schiedsrichter:
Alles in allem hatten wir mit den Schiris nicht viel Glück. Der Spruch, dass sich innerhalb einer Saison alles wieder ausgleicht, hat leider nicht für uns gegolten.
Ingolstadt – Heimspiel - nach einem Kontakt zwischen Gimber und Beck einen möglichen Strafstoß (19.). Der Freistoß vor dem Ausgleich war unberechtigt, das Tor irregulär, da Schröck und Kutschke im Abseits standen und Fejzic irritierten (43.).
Kiel – Auswärts - hätte beim Foul von Meffert am durchgebrochenen Costly 35 Meter vor dem Kieler Tor aber auch Rot zeigen können (58.).
Hamburg –Heimspiel – Hunt hatte Glück, dass sein Reißen gegen Beck nach Ecke keinen Elfmeter nach sich zog (39.).
Darmstadt – Auswärts - beide Platzverweise waren völlig überzogen, sowohl Erdmanns harmloses Foul (63.) als auch Hollands leichter Rempler (69.) waren nicht gelb-rot-würdig.
Regensburg – Heimspiel -  1:1, bei dem Beck hauchdünn im Abseits stand (4.).
Fürth – Auswärts - Knifflig die Szene, als Lohkemper den Laufweg von Bauer kreuzte und zu Fall kam (72.) – dies nicht als Notbremse zu werten und Bauer nur Gelb zu geben!??
Bielefeld – Auswärts - Vor dem Freistoß, der zum 0:1 führte, erkannte er eine klare Abseitsstellung nicht - daraus resultierte für die Arminia Rot und der Rückstand.
Dresden – Auswärts - Perthels Tor (50.) wegen eines angeblichen Handspiels abzuerkennen war allerdings nicht nachvollziehbar.
HSV – Auswärts - Lohkemper stand vor seinem Tor nicht im Abseits (22.), und Müller verhinderte bei Bates Kopfball mit absichtlichem Handspiel ein klares Tor (53.), was mit Rot und Elfmeter hätte geahndet werden müssen.
Union – Auswärts - hätte vor dem 1:0 den Schubser von Polter an Erdmann ahnden müssen, zudem mit erheblichen Problemen bei der Zweikampfbeurteilung.
Ich weiß nicht, ob ich vom fehlenden Glück mit den Schiris reden soll. Durch diverse Entscheidungen gingen n.m.M.  2-6 Punkte verloren.
 
Die Fans:
Hier wird Fußball gelebt und liebt. Die Unterstützung war über die gesamte Saison hinweg gigantisch. Es wurde nicht nur das Heimstadion gerockt, oft genug auch das Gästestadion. Ich glaube wir haben bei vielen Fußballinteressierten Sympathien gewonnen. Federführend natürlich der Block U. Ich bin gespannt ob dies in Zukunft erhalten bleibt. Aber es gab auch unschöne Szenen. Die Mannschaft steht in Bochum mit dem Rücken zur Wand und viele Fans verlassen lieber das Stadion um gegen einen Polizeieinsatz zu protestieren, anstatt die eigene Mannschaft zu unterstützen. Werden so Prioritäten gesetzt!?? Hätte man das nicht hinterher klären können oder von mir aus mit Sprechchören im Stadion kundtun können?! Ob der Polizeieinsatz berechtigt ist oder nicht, kann ich nicht sagen. Ich war nicht dabei. Ich war im Stadion, genauso wie in Berlin. Und da war der Polizeieinsatz notwendig. Schon vor dem Spiel haben die ersten ihre Sturmhauben aufgesetzt. Warum denn wohl? Noch schlimmer wird es, wenn ich mitbekomme, dass einige BFC-Fans in unseren Farben randalieren und Unionfahnen klauen. Und unser Club wird dafür zahlen müssen. Zum Kotzen!! Einige wenige machen zunichte, was andere mühsam erarbeiten.
 
Fazit:
Es ist wie immer. Am Erfolg und Misserfolg haben stets viele Parteien ihren Anteil. So wie alle, also J.H., M.K., M.F., die anderen Trainer, die Spieler, die Gremien des FCMs und natürlich die Fans ihren Anteil am Erfolg haben, so haben Sie ihn auch am Misserfolg. Ich will hoffen dass die im Amt verantwortlichen und handelnden Personen die richtigen Schlüsse aus der Saison ziehen. Es wurden eine Menge kleiner und größerer Fehler gemacht. Fehler werden sich auch nicht vermeiden lassen. Aber doch [size=100][font=Arial, sans-serif]sicher minimieren. [/font][/size]

[size=100][font=Arial, sans-serif]Meine Besten:  Bülter, Müller, Brunst, Erdmann[/font][/size]

Top! Außer das Thema Bochum. Das sollte man differenzierter sehen.
Zuletzt geändert von Rookie am 15.05.2019, 15:53, insgesamt 1-mal geändert.


Ein Leben ohne FCM wäre möglich, aber sinnlos.
 
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Land: Deutschland

Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

15.05.2019, 15:33

blauweißesblut hat geschrieben:
Meine Gedanken zur Saison.
Ausgangslage: 
Der FCM hat den kleinsten Etat für die Saison, das wirtschaftlich schwächste Umfeld und hat von der Infrastruktur ein gutes Drittliganiveau. Im Profifußball der BRD hat der FCM keinen großen Namen, wie z.B. 1860 oder K-Lautern, auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen. Der Verein ist wirtschaftlich gesund, muss aber jeden Euro dreimal umdrehen, bevor er ausgegeben werden kann.
Die Mannschaft ist gewachsen und eingespielt. Unter J.H. hat es seine Spielidee verinnerlicht. Pressing, frühes Anlaufen, zweite Bälle gewinnen, den Gegner permanent unter Druck setzen, jeder Spieler verteidigt. Die Mannschaft ist schon in der 3.Liga nicht die spielerisch Beste, Mankos waren schon dort das Passspiel und Standards. Die Mannschaft war offensichtlich eine Einheit, was ganz sicher ein Verdienst von Marius Sowislo war.

Die Neuverpflichtungen:
Um es vorneweg zu sagen. Ich war nicht in der Entscheidungsfindung oder Gesprächen eingebunden, wie wohl alle anderen hier. Von daher Maße ich mir kein Urteil über die handelnden Personen an. Keiner vermag in die Zukunft zu schauen oder die Zeit zurück drehen, muss was anderes zu versuchen. Von daher ist jeder Kommentar an handelnde Personen überflüssig, insbesondere wenn man selber keine Ahnung von diesem Geschäft hat. Ich kann mir nicht vorstellen, das J.H., M.K. und M.F. nicht mit einander darüber gesprochen haben. Ich könnte mir aber Vorstellen, das M.F. mit seinen Erfahrungen aus der 1.BL nicht konform mit den Vorstellungen von J.H. gingen. Noch besser kann ich mir Vorstellen, dass es etliche Spieler gab, die aus finanziellen und (weniger aus) sportlichen Gründen nicht zum 1.FCM wollten.
Die Neuen zu Saisonbeginn:  
Fejzic – Nach seinen Leistungen in BS eine für mich verständliche Verpflichtung.
Müller – Die Verpflichtung war ok, ist aber auch kein Kracher – dachte ich.
Bregerie – War für mich damals für die Verteidigung eigentlich der beste Transfer.
Abu Hanna – bei ihm und bei Kwadwo hatte ich von vornherein Bedenken. Sie haben sich schon in Lautern unter verschieden Trainern nicht durchsetzen können. OK, beide hatten gleich Pech mit Verletzungen, aber für mich von vornherein komplette Fehlverpflichtungen.
Ignowski – Hammertransfer für mich
Preißinger – eine gute Wahl, jung mit sehr viel Potential
Kwadwo – siehe Abu Hana
Berisha – ja, ein junges Talent mit Potential und Technik, war ok für mich
Bülter – ich muss zugeben das ich ein wenig pessimistisch war, als Perspektivspieler OK, aber sonst? So kann man sich irren!!!
 
Die Neuen zur Winterpause:
Loria – war und ist ein guter Torhüter, ich habe die Verpflichtung aber nicht als zwingend  notwendig erachtet, max. als Maßnahme um der Abwehr neues Selbstvertrauen zu geben
Kirchhof – fand ich toll, hätte nicht gedacht, dass er so oft fehlt!
Pertel – war für mich vollkommen nachvollziehbar und ok
Lawerenz – diese Verpflichtung habe ich nicht verstanden, für seine Position war für mich Bülter gesetzt, nach seinen Leistungen bis dahin  die er konstant gezeigt hat.

Das beim Scouting und oder das die Entscheidungsfindung zwischen J.H. ,M.K. und M.F. nicht optimal war, zeigt sich das unter J.H. einige der neuen gar nicht oder nur sporadisch zum Zuge gekommen sind. War es denn nicht zu erkennen das einige die Spielphilosophie von J.H. nicht spielen können oder wollen, oder hat oder musste man nur Spieler verpflichtet die wollten oder in Budget gepasst haben?!
Interessieren würde mich, wer auf Lawerenz gekommen ist!
 
Die Spiele unter J.H.:
J.H. blieb seiner Linie treu. Er ließ das von ihm favorisierte System spielen. Spieler die nicht in dieses System passten fanden keine Berücksichtigung. Im Gegensatz zur 3.Liga, waren aber die meisten Gegner in Lage spielerisch dagegen zu halten und sich zu befreien. Da das Passspiel mit einer Quote von ca. 62%  immer noch auf dem Niveau der 3.Liga  war – konnte auch nicht die Wucht im Angriff erzeugt werden, die zu zwingenden Torchancen führte. Mit anderen Worten, durch die spielerische Klasse der Gegenspieler und unserer schlechten Passquote, kam nur jeder dritte Pass beim Mitspieler an. Da ein Angriff üblicher weise aus mehr als drei Pässen besteht, kann man sich leicht ausrechnen, was dass für unser Angriffsspiel bedeutet hat. Und wenn dann einmal wir den ball behaupten konnten und der Gegner foul gespielt hat, hat uns das leider nichts genützt. Tore nach Standards für den FCM, oder auch nur Gefahr waren die absolute Ausnahme. Auch das hatten unsere Gegner uns voraus. Durch unser frühes Anlaufen haben wir natürlich hinten Räume geöffnet. Zu oft haben wir durch einen schlechten Pass oder ein Foul ein Freistoß gegen uns bekommen. Vielleicht waren unsere Jungs auch nach 80 Minuten platt, das sie nicht mehr sauber  klären konnten. Egal, viele Gegner wussten ihre Standards zu nutzen. Einige waren (leider) wirklich toll geschossen, andere einfach miserabel verteidigt. Fejzic hat sich leider 3 – 4-mal nicht richtig entschieden,  und für meinen Geschmack auch zu ruhig. Dazu kamen dann dass ständige rotieren in der Abwehr die keine Sicherheit brachte. Mit dem sicher beginnenden schwindenen Selbstvertrauen wurde es von Spiel zu Spiel schwerer. N.m.M. muss ein Trainer auch Mängel abstellen und nicht starr an seinem System festhalten. Hat er aber nicht. Im Training wurde immer noch hauptsächlich das Pressing und frühe Anlaufen geübt. Und im Spiel gegen den HSV hat er dann den ersten schwerwiegenden Fehler begangen. Der HSV hatte im Mittelfeld das absolute Sagen. Aber anstatt nach der roten Karte das Mittelfeld zu verstärken, kam ein Stürmer. Nur was nutzt ein Stürmer, wenn die keine Bälle bekommen. Gegen Dresden hat er doch genau das getan, dass Mittelfeld verstärkt – und siehe da, es lief deutlich besser. 
Nach Gesprächen von mir mit sehr nah am Geschehen befindlichen Personen, wurde J.H. immer ruhiger und war immer mehr am Überlegen – ohne aber andere mit einzubeziehen oder um Rat zu fragen. Die aufkommende, leider berechtigte Kritik an J.H., hat es nicht besser gemacht.  Von daher war n.m.M die Entlassung von J.H. notwendig. Eventuell hätte das verhindert werden können. Aber Menschen die längere Zeit sehr erfolgreich sind, neigen dazu auftretende Schwierigkeiten nicht anzunehmen um dann andere Wege zu suchen. M.K. , M.F. , J.H. und auch die alten Spieler waren sich offensichtlich nicht bewusst, dass sie in jedem Spiel 100% geben müssen, um die Chance auf einen Sieg zu haben. Das sie Außenseiter sind, das nichts was bisher erreicht wurde, zählt. So ist das halt mit Erfolgen. Sie werden für die Gegenwart oft zum Ballast. Weil sie nur zeigen, was wer mal war, aber selten was wer jetzt ist.

Spiele unter M.O.
Von Anfang an setzte M.O. neue Reize im Training. Anstelle des Pressing wurde jetzt verstärkt das Passspiel trainiert. Das Spielsystem unter M.O. hat sich verändert. Die ersten Erfolge haben sich für mich in den Testspielen gezeigt. Dann Aue gewonnen und kurz darauf in Bielefeld. Die Mannschaft hatte offensichtlich neues Selbstvertrauen getankt. Auch wurde die Abwehr deutlich stabilisiert. Die Frage ist woran es lag. Am neuen Torhüter, daran das Bülter jetzt plötzlich rechts hinten spielte? Oder aber doch an der Innenverteidigung und einem Kirchhof im Mittelfeld davor. Für mich ist klar das, wer das Mittelfeld kontrolliert, weniger in der Abwehr zu leisten braucht. Von daher war für mich Bülter recht hinten, vielleicht kein Fehler,  aber hätte das nicht ein anderer Spieler auch gekonnt? Siehe Rother, oder Costly, Butzen. Ich denke auch Loria hat seine Sache gut gemacht. Ob Brunst nun schlechter gewesen wäre – ich denke nicht, siehe Vorbereitungsspiele. Aber ok. Ja, und dann kamen die Spiele gegen  Duisburg und Sandhausen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Trainer zur Mannschaft  gesagt hat, macht locker. Nein, hier hat die Mannschaft versagt, den Abstiegskampf nicht angenommen, nicht gekämpft und zumindest Sandhausen aufgeholfen. Diese beiden Niederlagen müssen sich die meisten Spieler selber ankreiden. Das diese Niederlagen absolut unnötig waren, zeigten das Spiel in Dresden, die Siege beim HSV und gegen Führt. Bei diesen Spielen hat die Mannschaft wieder gekämpft und gerackert, verbunden mit der Ausrichtung von M.O.. Das hat M.O. geschafft, der Mannschaft neue Spielideen und Impulse zu geben. Was er nicht geschafft hat, der Mannschaft durchgehend so heiß zu machen, dass sie in jedes Spiel so reingehen, wie gegen den HSV usw., aus meiner Sicht. Tja, und ab Bochum war dann die Luft raus, vielleicht auch wegen der Fans.
Um es gleich zu sagen. Ich war überrascht als M.O. als neuer Trainer vorgestellt wurde. Ich habe auch meine Zweifel, ob er der richtige ist. Die Krux eines jeden Trainers ist es, das er alles können soll und machen muss, u.a. die Mannschaft zu motivieren. Aber wer motiviert eigentlich den Trainer? Wenn der Trainer nicht von der Führung und von den Fans die volle Unterstützung bekommt, ist er die ärmste Sau. Dann hat er bald keine Chance mehr die Mannschaft zu beeinflussen. Um erfolgreich eine Mannschaft zu entwickeln braucht man mehr als ein paar Wochen, genauso wie ein neues Spielsystem zu etablieren. Das galt für J.H., der nach den anfänglichen Niederlagen sein System umgestellt hat und damit unsere lange erfolgreiche Zeit eingeläutet hat. Und das wird auch für jeden neuen Trainer gelten, egal wie er heißt.
 
Schiedsrichter:
Alles in allem hatten wir mit den Schiris nicht viel Glück. Der Spruch, dass sich innerhalb einer Saison alles wieder ausgleicht, hat leider nicht für uns gegolten.
Ingolstadt – Heimspiel - nach einem Kontakt zwischen Gimber und Beck einen möglichen Strafstoß (19.). Der Freistoß vor dem Ausgleich war unberechtigt, das Tor irregulär, da Schröck und Kutschke im Abseits standen und Fejzic irritierten (43.).
Kiel – Auswärts - hätte beim Foul von Meffert am durchgebrochenen Costly 35 Meter vor dem Kieler Tor aber auch Rot zeigen können (58.).
Hamburg –Heimspiel – Hunt hatte Glück, dass sein Reißen gegen Beck nach Ecke keinen Elfmeter nach sich zog (39.).
Darmstadt – Auswärts - beide Platzverweise waren völlig überzogen, sowohl Erdmanns harmloses Foul (63.) als auch Hollands leichter Rempler (69.) waren nicht gelb-rot-würdig.
Regensburg – Heimspiel -  1:1, bei dem Beck hauchdünn im Abseits stand (4.).
Fürth – Auswärts - Knifflig die Szene, als Lohkemper den Laufweg von Bauer kreuzte und zu Fall kam (72.) – dies nicht als Notbremse zu werten und Bauer nur Gelb zu geben!??
Bielefeld – Auswärts - Vor dem Freistoß, der zum 0:1 führte, erkannte er eine klare Abseitsstellung nicht - daraus resultierte für die Arminia Rot und der Rückstand.
Dresden – Auswärts - Perthels Tor (50.) wegen eines angeblichen Handspiels abzuerkennen war allerdings nicht nachvollziehbar.
HSV – Auswärts - Lohkemper stand vor seinem Tor nicht im Abseits (22.), und Müller verhinderte bei Bates Kopfball mit absichtlichem Handspiel ein klares Tor (53.), was mit Rot und Elfmeter hätte geahndet werden müssen.
Union – Auswärts - hätte vor dem 1:0 den Schubser von Polter an Erdmann ahnden müssen, zudem mit erheblichen Problemen bei der Zweikampfbeurteilung.
Ich weiß nicht, ob ich vom fehlenden Glück mit den Schiris reden soll. Durch diverse Entscheidungen gingen n.m.M.  2-6 Punkte verloren.
 
Die Fans:
Hier wird Fußball gelebt und liebt. Die Unterstützung war über die gesamte Saison hinweg gigantisch. Es wurde nicht nur das Heimstadion gerockt, oft genug auch das Gästestadion. Ich glaube wir haben bei vielen Fußballinteressierten Sympathien gewonnen. Federführend natürlich der Block U. Ich bin gespannt ob dies in Zukunft erhalten bleibt. Aber es gab auch unschöne Szenen. Die Mannschaft steht in Bochum mit dem Rücken zur Wand und viele Fans verlassen lieber das Stadion um gegen einen Polizeieinsatz zu protestieren, anstatt die eigene Mannschaft zu unterstützen. Werden so Prioritäten gesetzt!?? Hätte man das nicht hinterher klären können oder von mir aus mit Sprechchören im Stadion kundtun können?! Ob der Polizeieinsatz berechtigt ist oder nicht, kann ich nicht sagen. Ich war nicht dabei. Ich war im Stadion, genauso wie in Berlin. Und da war der Polizeieinsatz notwendig. Schon vor dem Spiel haben die ersten ihre Sturmhauben aufgesetzt. Warum denn wohl? Noch schlimmer wird es, wenn ich mitbekomme, dass einige BFC-Fans in unseren Farben randalieren und Unionfahnen klauen. Und unser Club wird dafür zahlen müssen. Zum Kotzen!! Einige wenige machen zunichte, was andere mühsam erarbeiten.
 
Fazit:
Es ist wie immer. Am Erfolg und Misserfolg haben stets viele Parteien ihren Anteil. So wie alle, also J.H., M.K., M.F., die anderen Trainer, die Spieler, die Gremien des FCMs und natürlich die Fans ihren Anteil am Erfolg haben, so haben Sie ihn auch am Misserfolg. Ich will hoffen dass die im Amt verantwortlichen und handelnden Personen die richtigen Schlüsse aus der Saison ziehen. Es wurden eine Menge kleiner und größerer Fehler gemacht. Fehler werden sich auch nicht vermeiden lassen. Aber doch [size=100][font=Arial, sans-serif]sicher minimieren. [/font][/size]

[size=100][font=Arial, sans-serif]Meine Besten:  Bülter, Müller, Brunst, Erdmann[/font][/size]

:thumbup: Laut "wahre Tabelle" wurden uns 7 Punkte "geklaut" --> https://www.wahretabelle.de/index/index/liga/2
Obwohl da natürlich auch großer Interpretationsspielraum ist... Aber von der Tendenz her ...


 
Jörn
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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

15.05.2019, 15:55

 Fun Fact:
Passquote unter Härtel: 67% im Schnitt
Passquote unter Oenning: 67 % im Schnitt
zufälle gibt's.


 
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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

15.05.2019, 16:03

Jörn hat geschrieben:
Fun Fact:
Passquote unter Härtel: 67% im Schnitt
Passquote unter Oenning: 67 % im Schnitt
zufälle gibt's.

Beide Quoten sind eine mittlere Katastrophe für Liga 2. Der eine Trainer musste dafür (sportlich sicherlich zurecht) gehen, der andere wird in den Medien für seinen "attraktiven Offensivfußball mit schönem Passspiel" gefeiert. Härtel ist sportlich an seine Grenzen in Liga 2 gelangt, Oenning ist keineswegs besser und sollte daher KEINESFALLS nach dem Sommer noch auf dem Trainerstuhl sitzen. 


 
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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

15.05.2019, 18:01

Ein paar Anmerkungen:
Zum Hinweis von Rookie – du hast recht. Hier habe ich mich vertan. Die Luft war in Bochum nicht raus bei der Mannschaft. Tatsächlich hatte ich bis zum Gegentor nicht das Gefühl, das es für uns gefährlich werden könnte. Erst das altersbedingte Hinfallen eines Bochumers bei einem Kontakt mit „Erde“ und dem darauffolgenden Freistoß führte zum Tor. Ich bin mir sicher hätte Kirchhof den Zweikampf geführt hätte es keinen Freistoß gegen uns gegeben. Das Gegentor war natürlich miserable verteidigt. Und nochmal richtig Gas gegeben hat unserer Mannschaft nach dem Eintreffen des Block U.
Kaum noch Gegenwehr unserer Mannschaft war dann in Berlin.
 
Und zu den Fun Facts von Jörn:
Wenn du alle Spiele der Trainer nimmst hast du recht. Wenn du nur die Spiele nimmst, die beide Trainer hatten, also Pauli – Regensburg liegt Oenning 2 Punkte vor Härtel. Wenn du die Hinrude gesamt nimmst, liegt der der Durchschnitt bei 65, in der Rückrunde jetzt bei 69. Man kann also schon sagen das es eine Verbesserung gab. Interessant wäre jetzt noch einmal die Zweikampfwerte zu vergleichen. Werde ich bestimmt noch irgendwann mal machen. Ballbesitz halte ich für überbewertet. Darf natürlich jeder anders sehen.


 
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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

15.05.2019, 18:43

blauweißesblut hat geschrieben:
 
Und zu den Fun Facts von Jörn:
Wenn du alle Spiele der Trainer nimmst hast du recht. Wenn du nur die Spiele nimmst, die beide Trainer hatten, also Pauli – Regensburg liegt Oenning 2 Punkte vor Härtel. Wenn du die Hinrude gesamt nimmst, liegt der der Durchschnitt bei 65, in der Rückrunde jetzt bei 69. Man kann also schon sagen das es eine Verbesserung gab. Interessant wäre jetzt noch einmal die Zweikampfwerte zu vergleichen. Werde ich bestimmt noch irgendwann mal machen. Ballbesitz halte ich für überbewertet. Darf natürlich jeder anders sehen.

und wenn ich die tabelle sehe, sind wir am vorletzten spieltag abgestiegen. egal mit was für einer passquote.
es geht doch gar nicht darum ob man mit härtel besser dastehen würde. nach dem darmstadt spiel hätte man die reissleine ziehen müssen und einen trainer holen müssen, welcher neue impulse gesetzt hätte. härtel war von der gehaltsliste runter und oenning hat vertag bis 06/2019... ein überschaubarer zeitraum. man hätte also durchaus etwas mut haben können und geld investieren können. was man vor dem beginn der saison bei spielern versäumt hat, hätte man im trainerbereich ausbessern müssen. aber bis heute wird in der presse alles schön geredet... kein einziges kritisches wort über oenning sein verfehltes ziel. 1,5 punkte haben wir nicht erreicht. klassenerhalt ebenfalls nicht. wenn streich, die presse und die sportliche leitung da keine klaren worte finden, wie einst im herbst bei härtel, dann sollten die zuschauer am sonntag die passende antwort darauf geben. oenning raus.


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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

15.05.2019, 18:48

Na zum Glück haben wir den Luxus uns über eine Passquote zwischen 62 und 67% zu streiten.....ich empfehle eine Passquote von 90% als Diskussionsgrundlage .....alles andere ist schlichtweg Scheiße! Weder der eine noch der andere Trainer hat das hinbekommen.....also Winke, Winke MOe....Willkommen neuer Trainer!!! (Namen nenne ich nicht, so von wegen verbrannt und so....)


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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

15.05.2019, 19:14

@ blauweißesblut
Danke für deine Mühe, werden sich einige Medien für ihre Analyse bedienen :)


 
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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

15.05.2019, 19:24

mildred pierce hat geschrieben:
blauweißesblut hat geschrieben:
 
Und zu den Fun Facts von Jörn:
Wenn du alle Spiele der Trainer nimmst hast du recht. Wenn du nur die Spiele nimmst, die beide Trainer hatten, also Pauli – Regensburg liegt Oenning 2 Punkte vor Härtel. Wenn du die Hinrude gesamt nimmst, liegt der der Durchschnitt bei 65, in der Rückrunde jetzt bei 69. Man kann also schon sagen das es eine Verbesserung gab. Interessant wäre jetzt noch einmal die Zweikampfwerte zu vergleichen. Werde ich bestimmt noch irgendwann mal machen. Ballbesitz halte ich für überbewertet. Darf natürlich jeder anders sehen.

und wenn ich die tabelle sehe, sind wir am vorletzten spieltag abgestiegen. egal mit was für einer passquote.
es geht doch gar nicht darum ob man mit härtel besser dastehen würde. nach dem darmstadt spiel hätte man die reissleine ziehen müssen und einen trainer holen müssen, welcher neue impulse gesetzt hätte. härtel war von der gehaltsliste runter und oenning hat vertag bis 06/2019... ein überschaubarer zeitraum. man hätte also durchaus etwas mut haben können und geld investieren können. was man vor dem beginn der saison bei spielern versäumt hat, hätte man im trainerbereich ausbessern müssen. aber bis heute wird in der presse alles schön geredet... kein einziges kritisches wort über oenning sein verfehltes ziel. 1,5 punkte haben wir nicht erreicht. klassenerhalt ebenfalls nicht. wenn streich, die presse und die sportliche leitung da keine klaren worte finden, wie einst im herbst bei härtel, dann sollten die zuschauer am sonntag die passende antwort darauf geben. oenning raus.


Irgendwie klingt es für mich etwas vermessen, in den Spielen in Regensburg, in Bochum und bei Union insgesamt 5-6 Punkte zu erwarten, denn die hätte dann ein neuer Trainer benötigt plus den Sieg gegen Fürth, ansonsten würden wir auch heute auf Platz 17 stehen. Es mag ja durchaus eine Option gewesen sein den Trainer zu wechseln, aber mir drängt sich der Eindruck auf das du die Gegnerschaft nicht ernst nimmst. Union ist die beste Heimelf der Liga, Bochum hat 10 von 16 Heimspielen gewonnen und Regensburg hat glaub ich jeden aus den Top 5 der Liga besiegt. Da jetzt mal eben 3 Siege in 4 Spielen mit dem durch Verletzungen und Sperren ausgedünnten und in Teilen nicht drittligatauglichen FCM Kader zu von einem neuem Coach kurzfristig zu erwarten verkennt aus meiner Sicht völlig die Situation.


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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

15.05.2019, 20:28

Fermerslebener74 hat geschrieben:
Na zum Glück haben wir den Luxus uns über eine Passquote zwischen 62 und 67% zu streiten.....ich empfehle eine Passquote von 90% als Diskussionsgrundlage .....alles andere ist schlichtweg Scheiße! Weder der eine noch der andere Trainer hat das hinbekommen.....also Winke, Winke MOe....Willkommen neuer Trainer!!! (Namen nenne ich nicht, so von wegen verbrannt und so....)


Passquote von 90 Prozent, da wären wir sogar in der 1.Liga Spitzenreiter, ganz großes Kino


 
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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

15.05.2019, 20:33

Therapeut hat geschrieben:
Fermerslebener74 hat geschrieben:
Na zum Glück haben wir den Luxus uns über eine Passquote zwischen 62 und 67% zu streiten.....ich empfehle eine Passquote von 90% als Diskussionsgrundlage .....alles andere ist schlichtweg Scheiße! Weder der eine noch der andere Trainer hat das hinbekommen.....also Winke, Winke MOe....Willkommen neuer Trainer!!! (Namen nenne ich nicht, so von wegen verbrannt und so....)


Passquote von 90 Prozent, da wären wir sogar in der 1.Liga Spitzenreiter,  ganz großes Kino

mIr egal....dieses Streiten um 5 Prozentpunkte besser oder schlechter pro Trainer ist fürn Arsch....weder die eine noch die andere Quote hat und hätte uns geholfen!!


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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

15.05.2019, 22:55

Arpi hat geschrieben:
mildred pierce hat geschrieben:
und wenn ich die tabelle sehe, sind wir am vorletzten spieltag abgestiegen. egal mit was für einer passquote.
es geht doch gar nicht darum ob man mit härtel besser dastehen würde. nach dem darmstadt spiel hätte man die reissleine ziehen müssen und einen trainer holen müssen, welcher neue impulse gesetzt hätte. härtel war von der gehaltsliste runter und oenning hat vertag bis 06/2019... ein überschaubarer zeitraum. man hätte also durchaus etwas mut haben können und geld investieren können. was man vor dem beginn der saison bei spielern versäumt hat, hätte man im trainerbereich ausbessern müssen. aber bis heute wird in der presse alles schön geredet... kein einziges kritisches wort über oenning sein verfehltes ziel. 1,5 punkte haben wir nicht erreicht. klassenerhalt ebenfalls nicht. wenn streich, die presse und die sportliche leitung da keine klaren worte finden, wie einst im herbst bei härtel, dann sollten die zuschauer am sonntag die passende antwort darauf geben. oenning raus.


Irgendwie klingt es für mich etwas vermessen, in den Spielen in Regensburg, in Bochum und bei Union insgesamt 5-6 Punkte zu erwarten, denn die hätte dann ein neuer Trainer benötigt plus den Sieg gegen Fürth, ansonsten würden wir auch heute auf Platz 17 stehen. Es mag ja durchaus eine Option gewesen sein den Trainer zu wechseln, aber mir drängt sich der Eindruck auf das du die Gegnerschaft nicht ernst nimmst. Union ist die beste Heimelf der Liga, Bochum hat 10 von 16 Heimspielen gewonnen und Regensburg hat glaub ich jeden aus den Top 5 der Liga besiegt. Da jetzt mal eben 3 Siege in 4 Spielen mit dem durch Verletzungen und Sperren ausgedünnten und in Teilen nicht drittligatauglichen FCM Kader zu von einem neuem Coach kurzfristig zu erwarten verkennt aus meiner Sicht völlig die Situation.

nein, die punkte habe ich nicht erwartet. ich habe erwartet, dass der trainer eine mannschaft auf den platz schickt, die brennt. die rennt, die alles gibt.
das sandhausen spiel war eine katastrophe. in hamburg lief es top. darmstadt wieder komplett daneben. gegen fürth ging es wieder in die richtige richtung. bochum und vor allem berlin waren ne katastrophe. gut, vielleicht hat nicht mehr jeder spieler in jedem spiel alles gegeben, weil er eh weg will. aber dann liegt es erst recht am trainer diese spieler auf die tribüne zu verbannen. sei denn, ihm ist der saisonausgang och egal. die dämlichen durchhalteparolen der letzten wochen sprechen ja sehr dafür.
union war uns in allen belangen überlegen. da hat man schon den unterschied zwischen platz 3 und platz 17 gesehen. die ein- und aufstellung in den entscheidenen partien gegen die (zu diesem zeitpunkt) hinter uns liegenden mannschaften hat komplett gefehlt. deshalb hätte die vereinsführung alles versuchen müssen um das saisonziel zu erreichen. schliesslich haben sie das ja im herbst auch gemacht. der peter neururer effekt, wenn du verstehst was ich meine.
und wenn ich immer lese, unser kader ist nicht zweitligatauglich... sicher, wir haben nicht den besten kader gehabt, aber wir haben immerhin 18 spiele nicht verloren, davon sechs gewonnen. teilweise wird ja hier so getan als wenn wir mit ner oberligatruppe in die saison gestartet sind. ganz so war es ja nun doch nicht. es gab durchaus mannschaften, die eine saison mit weniger punkten beendet haben.


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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

16.05.2019, 09:50

Therapeut hat geschrieben:
Fermerslebener74 hat geschrieben:
Na zum Glück haben wir den Luxus uns über eine Passquote zwischen 62 und 67% zu streiten.....ich empfehle eine Passquote von 90% als Diskussionsgrundlage .....alles andere ist schlichtweg Scheiße! Weder der eine noch der andere Trainer hat das hinbekommen.....also Winke, Winke MOe....Willkommen neuer Trainer!!! (Namen nenne ich nicht, so von wegen verbrannt und so....)


Passquote von 90 Prozent, da wären wir sogar in der 1.Liga Spitzenreiter,  ganz großes Kino

Wenn man sich natürlich das ganze Spiel über den Ball nur in der Viererkette hin-und herschiebt, kann man so eine Passquote durchaus erreichen. Aber gewinnen tut man damit noch nichts. Wenn Du dagegen oft versuchst, den riskanten, überraschenden Pass in die Tiefe zu spielen, um gefährliche Aktionen zu kreieren, muß man auch damit leben können, wenn die Passquote abnimmt.
Also die Paßquote alleine sagt nun nicht wirklich viel aus.


 
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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

16.05.2019, 17:59

So jetzt möchte ich auch zu den Saisonverlauf ein Beitrag dazu schreiben was mir so im Kopf für Gedanken kommen.Die Kader zusammen Stellung war wohl null.Hatten keine 2.Liga Qualität.
Bei manchen Spielen blutleer wie gegen Sandhausen.Gut wenn man Angriffsfußball nicht kann dann sollte mehr rauskommen bei Ecken oder Freistößen alles harmlos bis zum Ende.Und wirklich grausam ich kann es nicht verstehen .Dann musste wie kommen musste in der Hinrunde JH leider entlassen werden.Dies kann ich ja noch nach voll ziehen aber warum einen Trainer der keine Abstiegs Erfahrung hat hatte auch keinen Plan B. Gut das  dieser Trainer nicht noch weiter macht. :thumbup:

Dann finde es echt komisch noch einen Torwart zu in der Winterpause zu verpflichten kommt nur unnötige Unruhe rein.Nur weil  TW Brunst 2  schlechte Spiele abgeliefert hat. :shh:
Es sind einfach so viel schiefgegangen und der Abstieg das logische daraus.2 Heimspiele nur gewinnen da kann  man nicht die Klasse halten.So schmerzhaft dies auch ist .Ist einfach schade da war eindeutig mehr drin.Den richtigen Abstiegskampf hat der FCM leider nie angenommen.
Ich für mein Teil brauche noch eine weile  um dies zu verarbeiten und  dann abzuschließen für das  Kapitel 2.Liga. :wave:


 
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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

19.05.2019, 19:55

zusammen mit paddelboot in die liga aufgestiegen , sogar noch vor denen .... zusammen mit paddelboot die liga durchgespielt --- paddelboot nun in liga 1 , wir in liga 3 ..... 

finde den fehler !!!  ( kleiner tipp : der fisch stinkt am kopf zuerst )


 
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Re: Wünsche, Ziele und Saisonverlauf 2018/19 in der 2. Bundesliga

20.05.2019, 13:10

Das mit Paderborn ist sicherlich auffällig, aber letztendlich ist es genau so, wie einige andere es schon erkannt haben. Dieser Kampffussball hat in der zweiten Liga nicht mehr gereicht, weil der Gegner das zu stark kompensieren konnte. Daran ist Härtel letztendlich gescheitert. Nur glaube ich nicht, dass Härtel damit sein Leistungsmaximum erreicht hat. Er muss halt daraus lernen, dass er in der zweiten Liga anderen Fußball braucht. Nur war der mit dieser Mannschaft einfach auch nicht möglich.


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